"Hexen, Magier, Schamanen, Wicca, Aspekte, Magie, Zauberei, Intuition, Totem, Pentagramm.... Häh?"
Genau, dass dachte sich Jess auch :o)
Wenn man von z.B. Magie
spricht, merkt man in Gesprächen mit anderen Wesen ziemlich schnell, dass darunter sehr viele verschiedene Ansichten "laufen". Eine Möglichkeit, andere Wesen zu verstehen besteht darin, sich mal über die Wörter
schlau zu machen, die man meist “einfach so dahin” sagt. So kann man leichter dahintersteigen, welche Interpretation (Auslegung) der/die Gesprächspartner vielleicht gerade meinen und benutzen.
Ein Beispiel aus der Hexenszene: Magie bedeutet für die Einen das "Zeug", das den Zauberstab glühen und Sprüche gelingen lässt. Die Anderen finden, Magie ist auch da, wenn
kein Zauber gesprochen wird und keine Absicht dahinter steckt.
Nun stelle man sich vor, diese beiden treffen sich und unterhalten sich mal....
Genau,
keine versteht den anderen. Weil eben einerseits etwas ganz Verschiedenes gemeint wird, was zum Andern vorausgesetzt wird.
Ich habe nachfolgend einige Begriffe zusammengesammelt, die in Foren und Büchern immer wieder auftauchen. Oft werden solche Worte von verschiedenen Leuten in verschiedener Bedeutung benutzt und Missverständnisse sind meist vorprogrammiert. Die Sammlung habe ich aus diversen Sprach- und Wissens-Lexika herausgeschrieben, weil dort die allgemeingültigen Bedeutungen drinstehen. Dann kann man sich besser auf eine Intension einigen - und ausserdem kann niemand uns Newbies etwas erzählen, was gar nicht stimmt :-)
Bis ich die ganzen Begriffe layoutet habe (aber natürlich danach auch noch *g*), lasse ich hier mal den Fremdwörterlink stehen, da kann man bequem und schnell Definitionen suchen und finden.
Langenscheidt’s Online Fremdwörtersprachbuch
Ein Gegenversuch zum verbalen (wörtlichen) Verzetteln und eine Massnahme zur Einsparung meterlanger, erklärender Nebensätze, die nur viel mehr verwirren, als dass sie helfen, stellt folgendes
uraltes, magisches Buch dar
:o) (Achtung, das war solch ein Bandwurmsatz ):
|
Die Einträge im OKTAV sind also eher/auch gedacht, zur Horizonterweiterung...
für den Aha-Effekt sozusagen...
Bitte NICHT als endgültig letztes Wort ansehen!
Immer nachprüfen und am besten gleich eigenes Wissen dazu schreiben *grins*
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Analogiezauber
Apollon
Arachne
Artemis
Askese
- Asketik
Atem
Aufmerksamkeit
Aura
Analogiezauber
ein "Ähnlichkeitszauber", der durch die Ähnlichkeit zwischen der magischen Handlung und dem
erwünschten Vorgang wirken soll. So soll z. B. die Verletzung eines Bildes die Verletzung der darauf dargestellten Person bewirken. Bildzauber.
Analogiezauber [WB]
Ana|·lo'gie|·zau|·ber, A|·na|·lo'gie|·zau|·ber <m.; -s, -> magische Handlung, durch die eine ähnl.
Wirkung hervorgerufen werden soll, z.B. die Bildung von Wolken u. damit Regen durch Entwicklung von Rauch
Quelle: Wahrig, Gerhard; Deutsches Wörterbuch, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh | 2000 | ISBN 357710446
Apollon
[der; lateinisch,Apollo, auch Phoibos],
ist Sohn des Zeus und der Leto. Er wurde wurde manchmal auch mit Helios gleichgesetzt.
Nachdem Zeus seine schwangere Geliebte Leto verlassen hatte (zumindest ist von seiner Anteilnahme was das angeht nicht viel überliefert), musste sie zusehen, dass sie den rachsüchtigen “Grünen Augen
der Eifersucht” von Zeus’ gehörnter Ehegattin Hera irgendwie entging. Nach langer Suche fand sie erst dann eine mutige Insel, die sie trotz drohender Interventionen durch Hera aufnehmen wollte, als die
Wehen schon einsetzten. Neun Tage und Nächte ging es Leto immer hundsmiserabler, die Geburt wollte einfach nicht voran gehen. Endlich hatte die First Lady Hera so von Mutter zu Mutter dann doch
Mitleid und erlaubte der Geburtsgöttin ihre Arbeit zu tun. Eileithyia war damit die Hebamme von der Erstgeborenen Artemis und ihrem Zwillingsbruder Apollon.
Seine Amme Themis stillte Apollon vier Tage lang mit Götterspeise (nicht was die Werbung dazu machte, sondern natürlich Nektar und Ambrosia! *g*). Daraufhin war Apollon stark genug, um seine
Mutter für deren Verfolgungen zu rächen. Er tötete in Delphi das Untier Python und übergab das dort beheimatete und nun befreite Orakel einer neuen Regie, nämlich an Pythia. So wie dem Drachen
erging es der Reihe nach diversen anderen Leuten, die es jemals gewagt hatten, Apollons Mutter zu bedrohen, sie zu demütigen oder ihr andere Schmach angetan hatten oder nur die Absicht gehegt
hatten. Auch mit enttäuschten und nicht erwiderten Lieben machte er kurzen Prozess und vielleicht war diese Grundeinstellung Appollons daran schuld, dass ihm reihenweise die Frauen davon liefen bzw.
sich ihm von anderen Männern ausspannen liessen? So teilte er sich z.B. das Sorgerecht für seinen Sohn Asklepios mit Koronis, die eine neue, glücklichere Beziehung gefunden hatte.
Doch unter www.mythologica.de findet man zum Glück (für Apollon) auch Quellen, die belegen, dass
es wohl auch Menschen gab, die Apollons Naturell ertragen konnten und ihm evtl. sogar Paroli boten: “Mehr Erfolg hatte er bei der Nymphe Kyrene und bei den Musen, die mit ihm im Kult verbunden sind
(als Musenführer Apollon Musagetes).
Berühmt sind auch seine Liebesabenteuer mit den Knaben Hyakinthos und Kyparissos. “
Neben diversen Streitereien mit seinem Vater (Zeus’ Motto lautet u.a. “Wenn mir jemand so richtig deutlich an den Streitwagen pinkelt, erlaube ich mir, erst zu schlagen, dann zu fragen”) kam es zum gravierenden Bruch zwischen Vater und Sohn: Asklepios, mittlerweile Gott der Heilkunst, erledigte seine Berufung so gut, dass er sogar Tote wiederbelebte. Das konnte Zeus ihm nicht durchgehen lassen, da die kosmische Ordnung massiv bedroht gewesen wäre, wenn keiner mehr starb. Asklepios wurde per Blitz ausgelöscht, worauf Apollon wiederum die Lieblinge seines Vaters - die Zyklopen - vom Erdboden tilgte. Apollon bekam “9 Jahre Vieh hüten zur Bewährung”, was er aber (wohl aus Trotz?) vermasselte, indem er sich von seinem Babybruder Hermes 50 (!) Stück klauen liess. Und vielleicht hatte er während der Verbüssung dieser Strafe einen Sinneswandel, denn er galt im antiken Griechenland als der Gott der Weisung und des Orakels, als “der Vernünftige”, der die geistigen Leistungen und die schönen Künste favorisierte. Als Symbol für letztere wird er mit der Lyra abgebildet und er ist der sinnbildliche Gegensatz zu Dionysos, der die körperlichen und lustvoll sinnlichen Freuden und Aktivitäten heiligt, indem er als Nr. 1-Partyevent-Veranstalter der Antike dafür sorgt, dass seine Gäste sich mit allen Sinnen amüsieren können ohne ihren Kopf benutzen zu müssen.
Apollons Tierzeichen ist der Schwan, denn diese Vögel kreisten während seiner Geburt über der Insel Ortygia. Übrigens gab er dem Eiland den Ehrentitel Delos , die "Leuchtende" und machte sie zum Zentrum der Welt, weil sie seiner Mutter in der Not Asyl gewährte.
Apollon ist der Schutzgott von Vieh und Feldern, die seinem geordneten, gemässigtem Naturell entsprachen, da sie der wüsten Wildnis abgerungen nun in geraden Furchen systematische Ordnung darstellten. Als in der Gesellschaft nach und nach die ungebändigte Natur verpönt war und die Menschen ihre Sicherheit in Strukturen und Regeln fanden, bot sich Apollon am besten als Gott der Ordnung und der Sicherheit, des Schutzes an. So ist es plausibel, dass auch die gut organisierten Römer sich gerne an ihn wandten, denn wer versteht mehr von Ordnung, Ratio und kluger Überlegung als Apollon?
Lust auf mehr Infos? => z.B. Quelle: www.mythologica.de
Arachne
[die; griech., (Spinne)],
Arachne war eine Weberin in der griechischen Sage, die sich über ihre Lehrmeisterin Athene erhob
und sich grosskotzig brüstete, Athene hätte von ihr das Weben beigebracht bekommen und nicht umgekehrt. Athene suchte Arachne als alte Frau verkleidet auf und ermahnte sie, den Namen der Göttin
nicht derart im Affekt klein machen. Die junge Weberin meinte daraufhin beleidigt, dass ise es wohl noch mit Athene in der Webkunst aufnehmen könnte - die andere solle nur Ort und Zeit nennen für
einen Wettstreit im Weben. Da streifte Athene unverzüglich ihr Alte-Frau-Kostüm aus und der Battle ging los:
Athene fertigte einen fantastischen Teppich, der die Grossartigkeit der Bewohner des Olymps prächtig
darstellte und jeweils ein Beispiel für die Arroganz der Sterblichen hinzufügt zeigte. Arachne hingegen drehte diesen Spiess genau um und wob ein Teppichgemälde, das die hinterlistigen
Tierverkleidungen der Götter zeigte, wenn sie die Töchter der Menschen verführten, so wie es unter vielen anderen Europa durch den Stier ergangen war. Arachnes Kunstwerk war einfach vollkommen und absolut ohne den kleinsten Makel gewebt.
Naja, es zeigte sich, dass Athene eine schlechte Verliererin war: Sie zerstörte das Werk und zog Arachne quasi eins mit der Webspule über. Arachne hatte nach damaligen gesellschaftlcihen Normen
ihre Ehre verloren und sah keinen anderen Ausweg, als sich mit einem Strick das Leben zu nehmen. Doch selbst das genügte Athene nicht, sie verwandelte die sterbende Konkurrentin in eine Spinne auf
dass sie ewig weiterweben sollte. Und als Hohn auf Arachnes so flinken Hände gab sie der Spinne nicht nur zwei, sondern acht Beine. Und die Moral von der Geschicht: Es ist besser, einmal mehr den
Mund zu halten, als jemandem, der das nicht ab kann, zu zeigen, dass man mehr drauf hat. Der Ton macht halt auch die Musik und sollte nicht bestehende Autoritäten untergraben.
Soviel zur Kurzfassung, von Jess aufgeschrieben.
Lust auf mehr Infos? => z.B. Quelle: www.mythologica.de
Artemis
[die; griech. ],
Artemis ist die Zwillingsschwester von Apollon. Mehr Infos in Bälde.
Askese
[die; griechisch, "Übung"], Aszese
ursprünglich die körperliche Ertüchtigung oder die geistige Übung im Bemühen um Weisheit und
Sittlichkeit, heute vor allem im religiösen Sinn gebraucht; in vielen Religionen geübt als Enthaltung von Nahrung und Geschlechtsverkehr oder als Selbstpeinigung. Ziel ist die magisch oder mystisch
gedachte Vereinigung mit der Gottheit oder die Erlangung übersinnlicher Fähigkeiten (Yoga). Im Christentum wird Askese positiv verstanden 1. als Einübung in christliches Leben, 2. als Streben nach
christlicher Vollkommenheit (Asketik) und 3. als besondere Entsagung des Irdischen zum Zeichen der Erwartung des Himmelreichs; so besonders im Ordensstand der katholischen Kirche.
Quelle: www.wissen.de
Asketik
[die; griechisch], Aszetik
Zweig der katholischen Moraltheologie, der die zuchtvolle Entsagung als Weg zur christlichen Vollkommenheit behandelt.
Quelle: www.wissen.de
Atem (Esoterik)
in der Esoterik Träger der universellen Lebenskraft, dem Menschen durch Gott eingehaucht (Chi,
Prana); je nach Tiefe und Bewusstheit werden ihm Funktionen zugeschrieben, Körperprozesse zu verlangsamen, zu beschleunigen, anzuregen oder zu blockieren. Besondere Atemtechniken werden
beim Yoga, Rebirthing oder beim holotropen Atmen angewandt. Bei der Atemtherapie werden bewusste Korrekturen der Atmung zu Diagnose- oder Heilzwecken eingesetzt; sie ist Bestandteil des
autogenen Trainings, der Bioenergetik und anderer Psychotherapieverfahren.
Quelle: www.wissen.de
Aufmerksamkeit
Psychischer Verhaltenszustand, in dem sich das Bewußtsein auf einen bestimmten Wahrnehmungsinhalt konzentriert.
A~ bedeutet höhere Wachheit und aktive Auffassungsbereitschaft, wodurch Einzelinhalte von dem diffusen (ungenau, gestreut, verschwommen; Anm.) Erlebnishintergrund (das, was man so wahrnimmt/erlebt - aber was man eben gar nicht alles auf einmal "mitkriegt"; Anm.) abgehoben werden. Das Erlernen einer größeren A~ im alltäglichen Leben stellt einen Weg zur Bewußtseinserweiterung dar.
Eine Reihe von spirituellen und esoterischen Schulen betont die Möglichkeit, die A~ auf sein eigenes "Aufmerksam-Sein" zu richten, um die eigenen Gefühls-, Denk- und Handlungsmuster klarer
wahrnehmen zu können, ohne daß der Akt der Selbstbeobachtung zu einer Wertung führt.
Quelle: www.usm.de/mysteria © 1996 - 1999 United Soft Media Verlag GmbH;
Aura (Esoterik)
[die; lateinisch, "Luft(hauch)"],
das gesamte Energiefeld lebendiger Wesen, für manche Menschen (Hellsichtige) sichtbar; im 18.
Jahrhundert als "animalischer Magnetismus", "animalische Elektizität", "Lebenskraft", "Od" oder "Odyl" erforscht, in der Neuzeit durch Kirlian-Fotografie und Radionik dokumentiert. Die menschliche Aura gilt in
der Esoterik als pulsierendes, in Farben leuchtendes, bewegliches Energiefeld, das den physischen Körper in mehreren Schichten umhüllt, die einander und auch den physischen Leib durchdringen.
Neben energetischen Zentren (Chakren oder "Räder") und Verbindungen werden mehrere Auraschichten mit verschiedenen Farben unterschieden: Äther-, Emotional-, Mental- und Astralkörper.
Die weiteren Schichten enthalten u. a. Bewusstsein und Spiritualität. Die Behandlung der Aura wird in verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren angewandt.
Quelle: www.wissen.de
Bewusstsein
- Bewusstseinserweiterung
- Bewusstseinsevolution
- Bewusstseinsforschung
Bildzauber
Buddha
- Buddhismus
Bewusstsein
Bezugsmittelpunkt des bewussten Erlebens.
Im Bewusstsein sind drei Momente (Augenblicke, hier: Phasen, das passiert währenddessen; Anm.) enthalten:
1. Der Bewusstseinsinhalt (die Wahrnehmung mit Gefühl und Denken),
2. die Erfahrung des Erlebens,
3. die Erfahrung des Ichs (Selbstbewusstsein).
Oft wird Bewusstsein als spezifischer (kennzeichnend, arteigen, charakteristisch; Anm.) Ausdruck des
Menschlichen betrachtet, ein Punkt, der, neueren Forschungen zufolge, nicht mehr als sicher gelten kann (Bewusstseinsforschung).
Man unterscheidet nach Wahrnehmung und Bedeutung des Wahrgenommenen verschiedene diskrete (verschwiegen, taktvoll, unauffällig, rücksichtsvoll) Bewusstseinszustände.
Quelle: www.usm.de/mysteria © 1996 - 1999 United Soft Media Verlag GmbH;
Bewusstseinserweiterung
Veränderung des allgemeinen Wahrnehmungsbezugsrahmens,
die es gestattet, Objekte, Ereignisse, Vorstellungsmuster usw. von einem neuen Blickwinkel aus zu betrachten.
Dieser schliesst ein "Mehr" an Bewusstsein mit ein, d. h. zuvor nicht beachtete oder "unbewusste"
Inhalte werden erkannt bzw. "erinnert" ( Bewusstseinsevolution ).
B. kann sich spontan einstellen, durch bestimmte psychische Übungen, durch Meditation oder durch
psychedelische Drogen gefördert bzw. hervorgerufen werden. Einblicke in einen Zustand erweiterten Bewusstseins können wenige Sekunden dauern oder nachhaltige Veränderungen der Persönlichkeit bewirken.
Quelle: www.usm.de/mysteria © 1996 - 1999 United Soft Media Verlag GmbH;
Bewusstseinsevolution
Evolutionslehre des menschlichen Bewusstseins.
Eine vor allem durch die interdisziplinäre Bewusstseinsforschung als eigenständiger Bereich mehr und
mehr ins Blickfeld rückende Disziplin. Die Studien über B~ haben vor allem durch den Blickwinkel von Ken Wilber ( Transpersonale Wissenschaften ) eine Dimension erhalten, die sie in den Rahmen einer
allgemeinen kosmischen Evolution stellen. Dieses Unterfangen steht durch die Zusammenschau von Wissenschaft und Religion, von östlicher Weisheit, spirituellen Traditionen und analytischem Denken in der Tradition der Philosophia Perennis. Ausgangspunkt von Wilbers Überlegungen ist ein auf allen
Ebenen der Evolution dem Individuum innewohnender Drang zur Suche nach der kosmischen Ureinheit. Urgrund, Quelle und Sosein aller Manifestationen ist der Höchste Geist als letzter
Bezugspunkt aller Geschichte. Die aus der Ganzheit hervortretende Geschichte strebt wieder auf diese Ganzheit zu, auf die bewusste Auferstehung des Überbewusstseins in allen Menschen. Das
grundlegende Modell aller Evolution nennt Wilber die "Grosse Kette des Seins", die sich grob in acht Stufen der Entwicklung einteilen lässt: Stufe l und 2 gehören dem unbewussten, präpersonalen Sein an:
1. Natur (physische Natur und niedere Lebensformen; die "pleromatische" oder "uroborische" Stufe),
2. Körper
(höchste körperliche Lebensformen; "typhonische" oder "magische" Stufe);
Stufe 3 bildet den Übergang zum selbstbewussten, personalen Sein: Frühes Bewusstsein i. S. von
engl. "mind" (verbale, mythische Stufe der Gruppenzugehörigkeit; "paläologisch");
4. Entwickeltes Bewusstsein i. S. von "mind" (rationale, mental-ichhafte, selbstreflexive Stufe);
5. Psychische Stufe ( Nirmanakaya, schamanisch);
Stufe 6, (eigentlich auch schon Stufe 5) bildet den Übergang zum Überbewussten, transpersonalen Sein; Subtile Stufe ( Sambhogakaya, Stufe der Heiligen);
7. Kausale Stufe ( Dharmakaya, Stufe der vollkommen Erleuchteten);
8. Höchste Einheit (Svabhavikakaya, das Absolute); Stufe 7 und 8 sind von Geist i. S. von engl. "spirit" geprägt.
Dem bekannten Ausspruch Plotins folgend, begreift uns Ken Wilber gegenwärtig auf halbem Wege zwischen den Tieren und den Göttern. Das durchschnittliche menschliche Bewusstsein hat bisher die
Stufe 4 erreicht. Mehr und mehr scheinen aber schon Menschen aufzutauchen, die von der Stufe 5, vielleicht sogar von höheren Stufen Kunde geben. Als Gegenbewegung und Voraussetzung der B. gilt die Involution.
Quelle: www.usm.de/mysteria © 1996 - 1999 United Soft Media Verlag GmbH;
Bewusstseinsforschung
(engl.: Consciousness Research)
Neues interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich direkt mit Bewusstseinszuständen befasst.
Zahlreiche Bewusstseinsphänomene sind mit dem kartesianisch-newtonschen Ansatz der mechanistischen Wissenschaften unvereinbar. Die Ergebnisse der B. sind für viele Vertreter dieser Wissenschaft ohne einen radikalen Paradigmenwechsel nicht integrierbar.
Zu den ersten Ergebnissen der B. zählen Modelle eines Bewusstseinskontinuums, das von Zuständen grösster Unbewusstheit bis zu Zuständen von Hyperbewusstheit reicht (Modelle von Roland Fischer,
Ken Wilber u. a.). Das Modell eines Bewusstseinskontinuums, das sich von extrem nach aussen, bis extrem nach innen gerichteter Aufmerksamkeit erstreckt, ist das Thema von Religionen, Philosophen,
Mystikern und Wissenschaftlern aller Zeiten gewesen und bildet die Grundlage der Philosophia Perennis.
Die B. deutet auf eine gewisse Konvergenz zwischen Physik und Mystik hin (etwa in den Arbeiten von Fritjof Capra).
Die wichtigsten Teilgebiete der B. sind: Gehirnforschung, transpersonale Erfahrungen, Physik und Bewusstsein, nicht-menschliches Bewusstsein, psychedelische Erfahrungen, Trance und Schamanismus.
Quelle: www.usm.de/mysteria © 1996 - 1999 United Soft Media Verlag GmbH;
Bildzauber
Verwendung von Bildern in zauberischen Handlungen, wobei diese Bilder als Wirklichkeit genommen
werden; so soll z. B. die Zerstörung eines Bildes den Tod der auf diesem Bild dargestellten Personen bewirken.
Quelle: www.wissen.de
Buddha
[Sanskrit, "der Erleuchtete"]
geistlicher Titel des Begründers des Buddhismus; eigentlich Siddharta mit dem Beinamen Gotama (Gautama), aus dem Adelsgeschlecht der Sakya, deshalb auch Sakyamuni ["der Weise aus dem
Sakya-Geschlecht"], * 560 v. Chr. Kapilavatsu, + um 480 v. Chr. Kusinara (nach anderen Überlieferungen + um 540 oder 370 v. Chr.). Als Erfüller einer heilsgeschichtlichen Aufgabe heisst er Tathagata; er wurde auch Bhagavan ("der Erhabene") und Jina ("Sieger") genannt. Der Bodhisattva, das
ist der spätere Buddha, verliess auf der Suche nach der Erlösung im Alter von 29 Jahren Haus und Familie. (Seine Gattin Yasodhara und sein Sohn Rahula wurden später in den buddhistischen
Mönchsorden aufgenommen.) Nach Jahren vergeblicher extremer Askese entdeckte er, unter dem Bodhi-Baum von Bodh Gaya sitzend, den "mittleren Weg" zur erlösenden Erkenntnis (bodhi), durch die
er zum Buddha wurde. Danach zog er als wandernder philosophischer Lehrer durch Nordindien und gründete den Sangha (buddhistischer Mönchs- und Nonnenorden). Im Alter von 80 Jahren starb er
("ging ins Parinirwana ein"). Der historische Lebenslauf des Buddha wurde später durch Legenden und Mythen erweitert und überlagert.
Der Buddha hat keine eigenen Schriften hinterlassen. Seine Lehrreden erhielten nach längerer mündlicher und schriftlicher Überlieferung erst im 1. Jahrhundert v. Chr. im Tripitaka ihre kanonische Form.
Nach späterer buddhistischer Lehre gibt es in jeder Weltperiode einen Buddha, so dass der historische Buddha nur ein Buddha in einer langen Reihe von Welterleuchtern ist, die sämtlich die
höchste Erkenntnis aus eigener Kraft erlangen. In der hinduistischen Mythologie wurde der Buddha in die Reihe der Avataras (Verkörperung) des Vishnu aufgenommen.
Quelle: www.wissen.de
Buddhismus
die auf Siddhartha Gautama als Stifter zurückgeführte und nach dessen Ehrentitel Buddha benannte
Religion. In den "vier heiligen Wahrheiten" seiner ersten Lehrrede ("Predigt von Benares") sind die Grundzüge seiner Heilslehre (Dharma) von der Erlösung aus dem Daseinskreislauf (Samsara)
formuliert:
1. Alles Dasein ist Leiden,
2. "Daseinsdurst" ist Ursache des Leidens,
3. Aufhebung des Leidens durch Beseitigung des Durstes,
4.
Der Weg dazu ist der "achtgliedrige Pfad".
Es gibt kein dauerhaftes "Selbst"; der Glaube an die Existenz einer unvergänglichen Seele ebenso wie die Vorstellung von der Materie sind Selbsttäuschungen, durch die der Unerlöste im Kreislauf der Existenzen fest gehalten wird, der vom Gesetz der Vergeltung guter und böser Taten (Karma), das in der nächsten Existenz die Art und Höhe der Wiederverkörperung regelt, bestimmt wird. Jeder Mensch, der das zur Erlösung aus dem Samsara führende vollkommene Wissen (Bodhi) verwirklicht hat, ist ein Buddha ("Erleuchteter") und erlangt das Heilsziel, d. h. das Eingehen ins Nirvana, den Zustand vollkommener Befreiung, aus dem es keine Rückkehr in die Welt der Erscheinungen gibt. Die Meditation - eine charakteristische Methode ist Satipatthana - als letzter Teil des achtgliedrigen Pfades spielt als Glied des Heilsweges zur Erlösung eine bedeutende Rolle. Um die Verwirklichung dieses Heilsweges bemüht sich insbesondere der Orden (Sangha) der Mönche und Nonnen, dessen Lebensweise durch den Vinaya geregelt ist. Für alle Buddhisten, einschliesslich die Laien (Upasaka), gelten fünf ethische Grundregeln (Panchasila), die ungefähr der "2. Tafel" der Zehn Gebote entsprechen. Für die Ordensangehörigen sind weitere fünf Sittengebote verpflichtend. Die kanonischen Schriften des Hinayana-Buddhismus sind das in Pali abgefasste Tripitaka. Zu den bekanntesten Bauwerken des Buddhismus gehören Stupa und Pagode und zu den buddhistischen Symbolen Dharmachakra und Vajra.
Im Buddhismus sind drei Hauptrichtungen "Fahrzeuge" (Yana) zu unterscheiden:
- das Hinayana (38%; besonders in Thailand, Myanmar, Sri Lanka, Kambodscha) mit dem Theravada
und
- das Mahayana (56%; besonders in Japan, China, Vietnam, Korea) u. a. mit dem Zen und Sukhavati-Buddhismus sowie
- das Vajrayana
(Vajrayana; 6%; besonders in Bhutan, Mongolei, Tibet) u. a. mit dem Lamaismus. In Thailand, Bhutan und Kambodscha ist der Buddhismus Staatsreligion. Die heute ca.334 Millionen
zählenden Buddhisten bilden die viertgrösste der Weltreligionen. Auch in Europa ist der Buddhismus (Neubuddhismus) verbreitet. In Deutschland gibt es seit 1903 verschiedene buddhistische Gesellschaften (u. a. Mahabodhi-Gesellschaft) und Gemeinschaften.
Quelle: www.wissen.de
Chakra
Chakra [WB]
Chak:·ra trennbar auch: Cha:·kra [t(akra, Sanskrit] n.9 Plural auch Chakren,
Esoterik: jedes der sieben Energiezentren im Körper
Quelle: (Bertelsmann) Die deutsche Rechtschreibung, BERTELSMANN LEXIKON VERLAG|1999 ISBN 3577104007
Daoismus
[dau-], Taoismus
ursprünglich nur die chinesische philosophische Schule (Dao-chia), später auch die religiöse Richtung einer Volksreligion (Dao-chiao), für die beide der Begriff des Dao ("Weg") im Mittelpunkt steht.
Als Begründer des philosophischen Daoismus wird Lao Zi (6. Jahrhundert v. Chr.) angesehen. Der Begriff Dao ist jedoch wesentlich älter. Das Dao-De-Jing lehrt, dass die Wirklichkeit trotz ihrer Vielfalt einem geheimnisvollen Ganzen entspringt. In dieser Urwirklichkeit lösen sich die antithetischen Prinzipien Yin und Yang, d. h. das Weibliche und Männliche, Wahre und Falsche, Gut und Böse, wieder in eins auf. Der Weise, der sich in mystischer Schau mit dem Dao vereinigt, vermag Unsterblichkeit zu erlangen. Als Leitlinie des menschlichen Strebens nach solcher Art von Vollkommenheit dient das De (Lebensart, Tugend), worin man den individuellen Anteil des Menschen am Dao, also eine Art inneres Gesetz, zu verstehen hat. Aufgabe des Weisen kann es nicht sein, willkürliche Veränderungen herbeizuführen, sondern als passiver Beobachter dem Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte seinen Lauf zu lassen. Diese quietistische Haltung wird mit dem Begriff Wu Wei bezeichnet, der wörtlich "ohne Tun" bedeutet, jedoch das nicht absichtsvolle Handeln im Einklang mit den Naturgesetzen meint.
Die Anfänge der daoistischen Kunst liegen noch immer im Dunkel der Jahrhunderte um Christi Geburt, aus deren Zeit vornehmlich Grabbeigaben stammen. Der Zeit des 2. Jahrhunderts n. Chr. gehören die frühesten daoistischen Kultfiguren des vergöttlichten Lao Zi und der legendären Herrscher über die Paradiese der Unsterblichen auf den Inseln des Meeres im Osten und auf den Bergen im Westen an. Einen Höhepunkt erreichte die von der daoistischen Lehre beeinflusste chinesische Kunst in der Landschaftsmalerei, bei der es seit der Zeit des 1. Jahrtausends n. Chr. weniger auf die Wiedergabe bestimmter Einzelheiten als auf die Essenz einer Landschaft ankommt. Einige der grössten Maler Chinas waren daoistische Mönche. Starke Impulse von der daoistischen Lehre empfing auch die Gartenkunst Chinas. Zu den frühesten Gottheiten, die in den daoistischen Tempelbildern dargestellt und verehrt wurden, zählen vergöttlichte Naturgewalten, wie u. a. die Götter des Windes, des Blitzes und die Göttin der Morgenröte, sowie jene Eremiten, die durch Einnahme von Drogen und durch eine bestimmte Lebensweise in Vereinigung mit dem Dao unsterblich wurden (Ba Xian, "Acht Unsterbliche").
Quelle: www.wissen.de
Emanation
[lateinisch, "Herausfliessen"]
Ältere Bezeichnung für die beim radioaktiven Zerfall von Radium, Actinium und Thorium entstehenden radioaktiven Edelgase Radon, Actinon und Thoron.
Quelle: www.wissen.de
Esoterik
griechisch
seit der Antike das nur einem "inneren" Kreis von Eingeweihten zugängliche und verständliche religiöse Geheimwissen (Arkanum) mit besonderen Riten, z. B. die Mysterienreligionen (Mysterien), die Gnosis und der Hermetismus, wohingegen dieses einem "äusseren" Kreis verschlossen bleibt. Insbesondere seit Ende der 1970er Jahre ist Esoterik eine Sammelbezeichnung für verschiedene weltanschauliche Bewegungen, wie z. B. Okkultismus oder Newage, deren Anhänger sich in Kleingruppen, Zirkeln, Seminaren treffen, um durch Schulung von Intuition und Meditation die im Kosmos und im Menschen wirkenden verborgenen, spirituellen Kräfte und Zusammenhänge, die der normalen Erfahrung unzugänglich sind, "übersinnlich" zu erfassen und zur höheren Einheit mit dem kosmischen Selbst zu gelangen. Mensch und Natur werden als Formen derselben alleinigen Lebenskraft gesehen. Esoterische Wissenschaften sind Astrologie, Theosophie, Kabbalistik und Parapsychologie. Praxisbezogene Strömungen sind u. a. Meditation, Yoga, Reiki, schamanistische Rituale (Schamanismus), alternatives Heilen mit Klängen, Farben (Farbtherapie), Düften und vielfältige Formen der Arbeit mit dem menschlichen Energiefeld (Aura). Pendeln (Pendel), Kartenlegen, der Umgang mit divinatorischen Mitteln (I-Ging, Runen) werden ebenso dazugerechnet wie das Erforschen der Erde, ihrer Kraftlinien und -orte (Geomantie). Im Gegensatz zur weltanschaulich, spirituell ausgerichteten Esoterik ist die kommerzielle Esoterik ein florierender Geschäftszweig vom einfachen Kultzubehör bis zu fast zahllosen Publikationen.
Quelle: www.wissen.de
Esoterik [WB]
Eso'te:·rik, E:·so'te:·rik ‘f.; -; unz.1 (mystische, religiöse, philosophische) Geheimlehre, die nur
Eingeweihten zugänglich ist; Lehre von den nicht rational zu erfassenden (aussersinnlichen, okkulten) Phänomenen; esoterische Geisteshaltung, esoterische Beschaffenheit
Quelle: Wahrig, Gerhard, Deutsches Wöterbuch, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh | 2000 | ISBN
3577104465
Esoterik [WB]
E|so|te|rik <f.; -; unz.>
1 nur Eingeweihten zugängliche Lehre, Geheimlehre
2 esoterische Beschaffenheit [aesoterisch]
Quelle: Wahrig, Gerhard, Fremdwörterlexikon, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh | 1999 | ISBN
3570026817
Farbtherapie
Fauna
Faunus
Flora
Farbtherapie
Chromotherapie, Colortherapie
die Verwendung von Farben zu Heil- und therapeutischen Zwecken. Die Farbtherapie beruht auf der Vorstellung, dass Farben harmonisierend, stimulierend oder heilend auf Körper und Psyche einwirken können. Anwendungsformen sind u. a. das Bestrahlen mit farbigem Licht (zum Beispiel Rotlicht- oder Blaulichtbestrahlung), das Einhüllen in farbige Stoffe oder das Tragen und Auflegen farbiger Edelsteine. Die Farbe muss nicht unbedingt mit dem Auge wahrgenommen werden, da die Schwingungen der Farben auch auf chemischem und physikalischem Weg in den Körper eindringen sollen.
Quelle: www.wissen.de
Fauna:
röm. Feld- und Waldgöttin, Göttin der Fruchtbarkeit von Äckern und Vieh, Heil- und Segensgöttin, aber auch Orakelgöttin. Sie ist die Schwester bzw. Gattin des Faunus (nächster Absatz im Anschluss: kurze Vorstellung) und von ihm Mutter der Fauni. Ihr Beiname ist "Bona Dea" ("Gute Göttin”).
Bei ihrem nächtlichen Fest Anfang Dezember durften weder Männer noch männliche Tiere anwesend sein. Nach ihr wird die Tierwelt eines Gebietes "Fauna" genannt.
Assoziationen (hat zu tun mit, begegnet uns auch bei):
- Sprachgebrauch: Faungeschichten, Faunistik.
(Quelle: Knaurs Lexikon der Mythologie, S. 151, ISBN 3-8289-4155-9, Hrsg.: Bellinger, Gerhard J., erschienen für Weltbild Verlag)
Faunus:
Fauni (Mehrzahl), Faun (dt.):
1) röm. Gott der freien Natur, der Wälder und Fluren, Schutzgott der Bauern und Hirten, ihrer Äcker und Herden, auch Orakelgott. Er ist der Sohn des Picus und der Nymphe Marica und durch sie Vater des Latinus sowie Bruder und Gatte der Fauna und durch sie Vater der Fauni.
Er führt den Beinamen "Inuus" ("der Bespringer (der Herden) ").
Assoziationen (hat zu tun mit, begegnet uns auch bei):
- Plastiken (Bildhauerei, Statuen): Rodin (1892) und Picasso modellierten Fauns Abbild.
- Gemälde: Rubens widmete ihm im Jahre 1612 ein Werk.
- Symphonische Dichtung: C. Debussy schrieb ihm Musik auf den Leib.
- Sprachgebrauch: faunisch.
- griechische Mythologie: Der Faun entspricht dem "Pan".
2) Die Fauni sind griecheische Walddämonen, Söhne des Faunus und der Fauna. Dargestellt werden sie krummnasig, spitzohrig, mit Schwänzen und Bocksfüssen.
(Quelle: Knaurs Lexikon der Mythologie, S. 151, ISBN 3-8289-4155-9, Hrsg.: Bellinger, Gerhard J., erschienen für Weltbild Verlag)
Übrigens: Walt Disney stellt uns die Fauni auf eine phantastisch-zauberhafte Weise vor: Ein Tag auf dem Olymp (weiss den Titel nicht mehr genau) - aus dem Meisterwerk "Fantasia" => wunderbare klassische Musik in sensiblen, detailgenauen Zeichentricksequenzen umgesetzt. Angucken!! :o)
Flora:
röm. Göttin der Blumen , der Blüten und der Jugend sowie Frühlingsgöttin.
Ihr zu Ehren wurden zwischen dem 28. April und 3. Mai die Floralia mit zirzensischen Spielen gefeiert. Nach ihr wird die Pflanzenwelt eines Gebietes "Flora" genannt.
Assoziationen (hat zu tun mit, begegnet uns auch bei):
- Gemälde: Tizian malte um ca. 1515/1516. N. Poussin widmete ihr ein Werk, das zwischen 1636 bis 1639 entstand.
- Sprachgebrauch: Florenelement, Florengebiet, Florengeschichte, Florenreich, Florist, floristisch.
(Quelle: Knaurs Lexikon der Mythologie, S. 153, ISBN 3-8289-4155-9, Hrsg.: Bellinger, Gerhard J., erschienen für Weltbild Verlag)
Gnosis
[die; griechisch, "Erkenntnis"]
in den neutestamentlichen und altkirchlichen Schriften die vertiefte Glaubenseinsicht in die geoffenbarten Wahrheiten.
- Im Gnostizismus war die Gnosis ein "Geheimwissen" höherer Art über Gott und Welt: Erlösung durch Wissen. Gnostizismus (Gnostik) ist eine Sammelbezeichnung für verschiedenartigste um Gnosis bemühte religiöse Richtungen hellenistischer, jüdischer und christlich-häretischer Prägung, die vor allem im 2. und 3. Jahrhundert im Mittelmeerraum entstanden. Trotz aller Verschiedenheiten zeigen die gnostischen Lehren eine gewisse Grundtendenz: Eine oberste, über alle irdische Wirklichkeit schlechthin erhabene gute Gottheit entfaltet sich in vielfachen Abstufungen und Ausströmungen (Emanation). Die sichtbare Welt schuf ein Demiurg, der auch den minderwertigen "fleischlichen" Menschen bildete, indem er das zur göttlichen Oberwelt gehörende Pneuma mit der bösen Materie vermischte. Die Erlösung des Menschen liegt in der Gnosis, d. h. in der Erkenntnis seines kosmischen Geschicks und der Göttlichkeit seines eigenen Selbst.
Vertreter der Gnosis: Kerinthos, Satornil, Basilides, Valentin, Marcion, auch Mani;
Gegner: Irenäus, Hippolytos, Epiphanius von Salamis.
- Funde gnostischer Literatur bei Naj 'Hammadi, Oberägypten (1945).
Quelle: www.wissen.de
Hermetismus
[griechisch]
eine religiös-mystische Bewegung der ersten nachchristlichen Jahrhunderte, die auf ägyptischen theologischen Lehrbüchern beruhte; die wichtigste literarische Frucht: Corpus Hermeticum (ein Werk über Hermes Trismegistos), eine Sammlung "hermetischer Schriften".
Quelle: www.wissen.de
Hexe
im Volksglauben eine weibliche, meist ungewöhnlich hässliche, selten aber auch verführerisch schöne, mit dem Teufel im Bund stehende Gestalt mit dämonischen Kräften. Die Hexen reiten auf Besen durch die Luft und versammeln sich auf abseits gelegenen Plätzen zum Hexensabbat. Der Veröffentlichung des Hexenhammers folgten jahrhundertelang Hexenprozesse; den Hexenverfolgungen fielen zahllose als Hexen verdächtigte Frauen zum Opfer.
Quelle: www.wissen.de
Inquisition
lateinisch, "Erforschung"
ursprünglich die Untersuchung rechtswidriger Tatsachen durch die Obrigkeit von Amts wegen, insbesondere die offizielle oder offiziöse Verfolgung aus religiösen und ideologischen Gründen; im engeren Sinne die institutionalisierte Ketzerverfolgung der katholischen Kirche im Mittelalter bis weit in die Neuzeit hinein.
Im Mittelalter wurden zuerst von Fürsten im 11. Jahrhundert Ketzer verbrannt. Auch die Kirche forderte die Bestrafung der Ketzer durch die weltliche Gewalt. Gegen Ketzer, wie die Katharer, die die Grundlagen der mittelalterlichen Gesellschaft in Frage stellten, wandte man die gleichen strengen Strafbestimmungen wie gegen Staatsfeinde an.
Anfang des 13. Jahrhunderts wurde durch das Zusammenwirken von weltlicher und kirchlicher Obrigkeit, hier besonders des Kaisers Friedrich II. und der Päpste Innozenz III. und Gregor IX., die Inquisition eingerichtet. Päpstliche Inquisitoren, meist Dominikaner oder Franziskaner, sollten die Ketzer ausfindig machen. Hartnäckige Ketzer sollten der weltlichen Gewalt zur Verbrennung übergeben werden. Seit Papst Innozenz IV. war auch die Anwendung der Folter erlaubt. Mit dem Tod des Inquisitors Konrad von Marburg (1233) erlosch in Deutschland die Inquisition, doch lebte sie z. Z. des Hexenwahns wieder auf.
Quelle: www.wissen.de
Involution
Gegenläufige Bewegung zur Evolution.
Im Modell der Bewusstseinsentwicklung (Bewusstseinsevolution) von Ken Wilber der "Fall" des Geistes in immer dichtere Formen von Materie und Unbewusstheit. I. soviel wie "Selbstentleerung" (kenosis) des Höchsten Geistes: Der Geist schafft die Welt, indem er sich in die Welt und als die Welt entleert. I. ist der Fall des Geistes in die Materie, oder die Kristallisierung des Geistes in materiellen Formen. Dabei erschafft der Höchste Geist nach und nach jede Bewusstseinsstufe unter ihm, wobei er sich auf jeder abwärts führenden Stufe mehr "vergisst". Deshalb bewegen sich die Ebenen zu immer weiter abnehmender Bewusstheit. Da jede Ebene darunter immer weniger Bewusstsein besitzt als die vorhergehende, kann die jeweilige Ebene die vorangegangene nicht bewusst erfassen, oder voll "erinnern". Die ganze Kette, so Wilber, beruht letztlich auf dem Vergessen des Geistes durch den Geist. So existieren alle Ebenen durch das Vergessen der Quelle, ihres Ursprungs und ihrer Bestimmung in scheinbarer und illusorischer Trennung von der Gottheit (höchste Ganzheit, höchster Geist). Sobald die I. abgeschlossen ist, kann die Evolution beginnen.
Quelle: www.usm.de/mysteria © 1996 - 1999 United Soft Media Verlag GmbH;
Karma
[das; Sanskrit, "Tat"], Karman
Begriff der indischen Religionen zur Bezeichnung der Wirkungskraft menschlicher Handlungen, durch die in der nächsten Existenz Art und Höhe der Wiedergeburt bestimmt werden (Karmagesetz).
Quelle: www.wissen.de
Kirlian-Fotografie
[nach dem sowjetischen Techniker Semjon Kirlian], Hochspannungsfotografie
das fotografische Verfahren zur Abbildung einer Hochspannungsentladung, bei der nicht nur Metallspitzen, sondern Körperteile, Tiere und Pflanzen als Elektrode dienen können. Die strahlenden Leuchterscheinungen, die auf der Fotografie von der Elektrode (z. B. einem Finger) ausgehen, sind keine "geheimnisvollen Strahlen", sondern selbstleuchtende Entladungskanäle. Die Entladung wird beeinflusst durch Form der Elektroden, Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit, Feuchtigkeit, Verdampfung u. a. physikalische Faktoren.
Quelle: www.wissen.de
Leto
Leto
[die; griech.],
ist durch Zeus Mutter von Apollon und Artemis.
Nachdem Zeus seine schwangere Geliebte Leto verlassen hatte (zumindest ist von seiner Anteilnahme
was das angeht nicht viel überliefert), musste sie zusehen, dass sie den rachsüchtigen “Grünen Augen der Eifersucht” von Zeus’ gehörnter Ehegattin Hera irgendwie entging. Sie sollte von Drachen
gefressen, von Giganten vergewaltigt und durch diverse andere “Massnahmen” der rasenden Hera ausgeschaltet werden, enging dem aber immer wieder wie durch ein Wunder. Nach langer Suche fand
sie erst dann eine mutige Insel, die sie trotz drohender Interventionen durch Hera aufnehmen wollte, als die Wehen schon einsetzten. Neun Tage und Nächte ging es Leto immer hundsmiserabler, die Geburt
wollte einfach nicht voran gehen. Endlich hatte die First Lady Hera so von Mutter zu Mutter dann doch Mitleid und erlaubte der Geburtsgöttin ihre Arbeit zu tun. Eileithyia war damit die Hebamme von der Erstgeborenen Artemis
und ihrem Zwillingsbruder Apollon.
Lust auf mehr Infos? => z.B. Quelle: www.mythologica.de
Magie - die Magie ist ein so umfangreiches Gebiet, dass Teenwitch.de ein extra Kapitel darüber hat. Hierlang fliegen :o) (P.S.: Dieses Kapitel ist noch nicht fertig - bitte um Verständnis)
Magie
[persisch, griechisch, "Zauberei"]
Bezeichnung für die in den Anfängen aller Religionen nachweisbare, das Denken der Naturvölker beherrschende Praxis des Umgangs mit numinoser Macht in den Dingen, die sich menschlichem Wünschen erschliesst und lenkbar ist, aber nur unter Beachtung eines bestimmten Rituals. Magisches Denken ist das allen Formen der Magie zugrunde liegende Denken, dessen Grundgesetz die "mystische Partizipation" ist, d. h. die mögliche Teilhabe an im All wirkenden Kräften, die automatisch lenkbar sind. Im magischen Denken liegt die Vorstellung, dass es eine Art höherer Gesetzlichkeit gibt, die der natürlichen Kausalität überlegen ist und die in Bewegung gesetzt wird durch die Herstellung der nur dem Magier bekannten determinierenden Faktoren (Zaubermittel aller Art). Auf ihr beruht z. B. die (früher) sog. sympathetische Magie (Analogiezauber): man tötet einen Menschen, indem man sein Bild durchsticht, wobei die reale Gegenwart des Menschen in dem Bild trotz seiner räumlichen Entferntheit vorausgesetzt wird.
Das funzt so ähnlich wie im Film “Matrix” - wenn jemand in der Matrix stirbt, geht auch sein Körper ein, weil dieser ohne Seele nicht sein kann. (Anm. v. Jess)
Quelle: www.wissen.de
Magie [WB]
Ma'gie <f.>; unz.1 Beschwörung von geheimnisvollen Kräften, Zauberkunst, Zauberei; schwarze Magie
mit dem Teufel im Bunde stehende Zauberkunst; weisse Magie Geheimwissenschaft (meist in den Bereichen Astrologie/Astronomie, Alchimie/Chemie)
[<lat. magia <grch. mageia, magia "Lehre der Magier, Magie, Zauberei"; a Magier]
Quelle: Wahrig, Gerhard, Deutsches Wörterbuch, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh | 2000 | ISBN 3577104465
Magie [WB]
Ma:·gie [griech.] f.11
Zauber, Zauberkunst, Beschwörung von übersinnlichen Kräften; schwarze Magie: Beschwörung böser
Kräfte; weisse Magie: die Beschwörung guter Kräfte
Quelle: (Bertelsmann) Die deutsche Rechtschreibung, BERTELSMANN LEXIKON VERLAG | 1999 | ISBN 3577104007
Magie [WB]
[<lat. magia <grch. mageia, magia "Lehre der Magier, Magie, Zauberei" <magos; Magier]
Ma|gie <f.; -; unz.> Beschwörung von geheimnisvollen Kräften, Zauberkunst, Zauberei; schwarze Magie Beschwörung böser Geister zu unheilvollem Tun; weisse Magie Beschwörung guter Geister zu segensreichem Tun
Quelle: Wahrig, Gerhard, Fremdwörterlexikon, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh | 1999 | ISBN
3570026817
weitere “M”s
Magier
Meditation
Meister
Mysterien
Mystik
=> Unio Mystica
Magier [WB]
[< lat. magus "Zauberer, Beschwörer" <grch. magos "Magier, Wahrsager, Astrologe, Zauberer" <apers., "Weiser, Gelehrter"]
'Ma:·gi:·er, 'Ma:·gi:·ker <m.> jmd., der die Magie beherrscht, Zauberer
Quelle: Wahrig,Gerhard, Deutsches Wörterbuch, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh|2000|ISBN 3577104465
Meditation
[lateinisch]
allgemein Nachdenken, Sich-Vertiefen; indisch samadhi, das Aufsteigen zu höheren Bewusstseinsstufen durch Versenken in einen Prozess der Verinnerlichung; im Mittelalter innerhalb der Mystik der Versuch, über Gottes Wesen Klarheit zu erlangen; später Bezeichnung für philosophische Betrachtungen.
Quelle: www.wissen.de
Meditation
[lat. "Besinnung"]
Die geistige Sammlung zur Besinnung auf den Wesensgrund.
Meditation ist eine den ganzen Menschen umfassende Form der Übung, die den regelmässig Praktizierenden (Übenden) dazu bringt, sich für seine ganze Existenz (Dasein) zu öffnen und Einsichten in seinen Wesenskern gestattet, die zu tiefgreifenden Bewusstseinserweiterungen führen können. Der alltägliche Zustand des Wachbewusstseins hält den Geist ständig in Bewegung, was es erschwert, das eigene Bewusstsein und damit sich selbst zu "sehen".
Es ist, wie wenn man in einem bewegten Wasser versucht, sein eigenes Gesicht widergespiegelt zu sehen. Erst das stille Gewässer spiegelt das Antlitz. So bedeutet die Übung in meditative Versenkung, das Erlernen, den bewegten Geist zu einem stillen Gewässer werden zu lassen, so dass er das, was die Person übersteigt, spiegeln kann. In der östlichen Meditation ist die Übung der Weg, in der Mannigfaltigkeit (Vielfältigkeit) das Eine zu erfahren. Insbesondere im Hinduismus und Buddhismus stellt die Meditation eine der Stufen zur Erleuchtung und Erlösung dar. Die christliche Meditation ist in vielerlei Hinsicht ähnlich der östlichen (so bei Meister Eckart und Johannes vom Kreuz), entwickelte aber ihr eigenes Gepräge. Es gibt viele unterschiedliche Formen von Meditation, etwa mit Hilfe von Mantras, Meditation über Bilder (Mandala), Inhalte des Bewusstseins oder über gegenstandslose Meditation usw.
siehe auch:
- Bewußtseinserweiterung
- Bewußtseinsevolution
- Bewußtseinsforschung
Quelle: www.usm.de/mysteria © 1996 - 1999 United Soft Media Verlag GmbH;
Meister (Esoterik)
Bezeichnung für einen spirituellen Lehrer mit bestimmtem Einweihungsgrad, z. B. Zen-Meister.
Quelle: www.wissen.de
Mysterien
[Einzahl das Mysterium; griechisch],
eine besondere Kultform der griechischen Religion, die seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. neben der traditionellen Religion an Bedeutung gewann und nur Eingeweihten (Mysten) zugänglich ist. Die Mysterien gehen auf vorgriechische Fruchtbarkeitskulte zurück. Im Mittelpunkt steht oft eine Gottheit, die im Mythos stirbt und wieder aufersteht (Persephone-Kore, Orpheus). Der Myste erhofft auch für sich ein neues Leben nach dem Tod. Neben den alten Mysterien (Eleusinische Mysterien, orphische Mysterien, dionysische Mysterien) gab es seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. ägyptische Mysterien (Isis) und in der Spätantike die Mysterien des Mithras und der Kybele.
Quelle: www.wissen.de
Mystik
[die; griechisch]
eine Grundform religiösen Lebens, die durch Versenkung die Trennung zwischen menschlichem Ich und göttlichem Sein im Erlebnis der Vereinigung (Unio mystica) bzw. der geistigen Schau aufzuheben sucht und zumeist als höchste Stufe der Frömmigkeit gilt. Mystik tritt in den verschiedensten Formen auf:
1. richtet sie sich auf verschiedene Gegenstände: auf den transzendenten Gott (katholische Mystik), auf das sächlich verstandene Göttliche, z. B. das unpersönliche All-Eine (im Pantheismus, im Brahmanismus, im Daoismus) oder auf das Nirvana, Verlöschen als Erlösungsziel (Buddhismus);
2. versteht sie sich als "Entwerdung" des Menschen auf Gott hin oder als Erfüllung des Menschen von Gott her;
3. unterscheidet sie sich in ihren Auswirkungen im Leben als quietistische Mystik, das ist untätig ruhende Versenkung (Shankara, Miguel de Molinos) und als tätig handelnde Mystik (Eigenart von Meister Eckhart);
4. kennt sie verschiedene Wege zur Vereinigung: Rauschmittel, ekstatischer Tanz (griechische Mysterien), ethische Anstrengung (Askese) oder Konzentration geistiger Art (tibetanische Mystik).
Grössten Einfluss auf die christliche Mystik hatten die vom Neuplatonismus abhängigen Schriften des Dionysius Areopagita. Eine besondere Blüte erlebte die Mystik im Hochmittelalter durch Bernhard von Clairvaux ("Brautmystik"), die Mystik der Mönchs- und Nonnenorden (franziskanische Kreuzesmystik) und besonders die spekulative Mystik des Meisters Eckhart und, von ihm abhängig, H. Seuses und J. Taulers.
Mystik war auch der Philosophie nicht fremd (Platons Verhältnis zu den Mysterien; Mystik bei Plotin, Proklos und den anderen Neuplatonikern; Nikolaus von Kues, Erasmus von Rotterdam; Mystik des Rationalismus: Pierre Poiret [* 1646, gest. 1719], N. de Malebranche, B. Spinoza; Mystik des deutschen Idealismus usw.), insofern diese das Übergegenständliche, Transzendente, das Überbegriffliche (Irrationale) und Absolute zu erfassen und sich anzueignen sucht. Erfolgt diese Aneignung im denkenden Erkennen durch intellektuelle Anschauung, so spricht man von Erkenntnismystik.
Mystik findet sich ebenso in der deutschen Literatur. Schon vor 1200 zeigen sich Spuren (z. B. bei Hildegard von Bingen); Mitte des 13. Jahrhunderts fand die deutsche Frauenmystik in Mechthild von Magdeburg ihre erste grosse Sprecherin. Die Dominikanermystik des 14. Jahrhunderts (Eckhart, Tauler, Seuse) knüpfte literarisch vielfach an die Formen der höfischen Dichtung an (besonders Seuse).
Mystische Strömungen waren am Ende des Mittelalters weit verbreitet (Gottesfreunde, Brüder vom gemeinsamen Leben, die niederländische Devotio moderna, Rulman Merswin). Über die Mystik der Barockzeit (V. Weigel, J. Böhme) wirkten Kräfte der Mystik bis in den Pietismus.
Quelle: www.wissen.de
Mystik [WB]
'My:·stik, 'Mys:·tik <f. >; unz.1 Form relig. Erlebens, bei der nach vorbereitender Askese durch Versenkung od. Ekstase innige Verbindung mit dem Göttlichen gesucht wird; in Dtschld. gewann die M. durch Seuse u. bes. Meister Eckhart (1260- 1327) literar. u. sprachschöpfer. Bedeutung
[zu lat. mysticus <grch. mystikos "die Mysterien betreffend, geheimnisvoll; geheim"; zu grch. myein "(Augen u. Lippen) schliessen"]
Quelle: Wahrig, Gerhard, Fremdwörterlexikon, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh|1999|ISBN 3570026817
Mystik [WB]
Mys:·tik f.; nur Singular
Form des relig. Erlebens, bei der durch Versenkung schon im jetzigen Dasein die Vereinigung mit dem Göttlichen gesucht wird
Quelle: (Bertelsmann) Die deutsche Rechtschreibung, Bertelsmann Lexikon Verlag|1999|ISBN 3577104007
Mystik [WB]
Mys|tik <f.; -; unz.> Form religiösen Erlebens, in der nach vorbereitender Askese durch Versenkung od. Ekstase innige Verbindung mit dem Göttlichen gesucht wird
[<lat. mysticus "die Mysterien betreffend, geheimnisvoll; geheim" <grch. mystikos; zu myein "(Augen u. Lippen) schliessen"]
Quelle: Wahrig, Gerhard, Fremdwörterlexikon, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh|1999|ISBN 3570026817
Unio mystica
[lateinisch]
die "geheimnisvolle Vereinigung" der Seele mit Gott, in der Mystik höchste Stufe der Gotteserkenntnis.
Quelle: www.wissen.de
Newage (Soziologie)
[nju:!eid); englisch, "Neues Zeitalter"]
eine vor allem von Kalifornien seit den 1960er Jahren ausgehende Bewegung, für die wegen der globalen ökologischen und sozialen Krisen in allen Lebensbereichen ein neues Denken und Handeln, ein ganzheitliches und spirituelles Selbst- und Weltbewusstsein notwendig erscheint. Ihre Weltanschauung integriert Natur und Mensch, Mann und Frau, Welt und Gott, Wissenschaft und Mystik. Die Newage-Bewegung ist keine organisierte Religionsgemeinschaft, aber sie bedient sich der Erfahrungen traditioneller Religionen. In ihren Vorträgen und Kursen, die auf eine neue Selbst-, Partner- und Welterfahrung zielen, spielen praktische Übungen der Meditation, des Yoga, der Selbstheilung und Sexualität eine grosse Rolle. Die durch die Newage-Bewegung artikulierten Defizite eines spirituellen Vakuums der Industriegesellschaften stellen eine grosse Herausforderung insbesondere für die christlichen Kirchen dar.
Quelle: www.wissen.de
Okkultismus
[lateinisch occultum = das Verborgene, Geheime, Unbekannte]
seit Ende des 19. Jahrhunderts Bezeichnung für alle weltanschaulichen oder religiösen Lehren und Praktiken, die sich mit "übersinnlichen" Kräften und Erscheinungen des Natur- und Seelenlebens beschäftigen. Mit "okkulten" Phänomenen befasst sich wissenschaftlich die Parapsychologie.
Quelle: www.wissen.de
Pantheismus
Parapsychologie
Pendel
Philosophia Perennis
Pantheismus
[griechisch], Allgottlehre
nach J. Tolands "Pantheistikon" 1705 geprägter Begriff; eine Auffassung, die nicht die Existenz, aber die Personhaftigkeit Gottes und die Transzendenz Gottes bestreitet. Gott und Natur fallen zusammen. Dass Gott und Welt eins seien, kann bedeuten, dass Gott in der Welt oder die Welt in Gott enthalten (immanent) sei. Die letztere Form nennt man heute meist Theopanismus. Indem der idealistische Pantheismus das Göttliche in der Welt als Geist (Weltgeist) fasst (G. W. F. Hegel), nähert er sich dem Pantheismus. Die Formel B. Spinozas "Deus sive natura" (Gleichsetzung von Gott und Natur) kann sowohl im pantheistischen als auch im naturalistischen Sinn verstanden werden. Die Vorstellungen des Pantheismus reichen bis auf Xenophanes und Parmenides zurück.
Quelle: www.wissen.de
Parapsychologie
[griechisch]
ein Seitenzweig der Psychologie, der sich mit ausserhalb unserer Sinneswahrnehmung auftretenden Phänomenen wie Telepathie, Hellsehen, Gedankenlesen, Materialisationen und Kontakten zur Geisteswelt befasst. Die erste wissenschaftliche Untersuchung wurde 1882 mit der Gründung der "Society for psychological research" in London eingeleitet; inzwischen gibt es Lehrstühle für Parapsychologie an mehreren Universitäten, in Deutschland seit 1954 in Freiburg im Breisgau. H. Bender gründete dort auch ein "Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene".
Quelle: www.wissen.de
Bender, Hans
(deutscher Psychologe, Parapsychologe.)
* 5. 2. 1907 Freiburg im Breisgau, gest. 7. 5. 1991 Freiburg im Breisgau;
Professor und Leiter des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg im Breisgau;
Quelle: www.wissen.de
Pendel (Esoterik)
ein nach Material und Form verschiedenartiger Schwingkörper für energetische Untersuchungen, wobei die Bewegung des gehaltenen Pendels von Strahlungskräften selbst oder durch Übertragung von Kräften auf die Muskulatur des Pendlers ausgelöst werden kann. Form und Richtung der Schwingungen werden zur energetischen Diagnostik eingesetzt. Der Gegenstand der Forschung kann physikalischer Art (Aufspüren von Wasser- oder Metalladern), mental (medizinisch-diagnostisches Pendeln) oder etwa spiritistischer Art sein.
Quelle: www.wissen.de
Philosophia Perennis
[lat. "Immerwährende Philosophie"]
Philosophie der überall und zu allen Zeiten gleichbleibenden Grundwahrheiten. Die meisten Systeme der P. P. sehen Sein und Bewusstsein in hierarchischen Systemen geordnet, nach folgenden wichtigsten Ebenen:
1. die physikalische Ebene (nicht lebende Materie bzw. Energie);
2. die biologische Ebene (lebende und empfindende Materie bzw. Energie);
3. die psychologische Ebene (Geist, Ich, logisches Denken);
4. die feinstoffliche Ebene (parapsychologische und archetypische Phänomene);
5. kausale Ebene (charakterisiert durch Formlosigkeit und vollkommene Transzendenz);
6. Ebene des absoluten Bewusstseins und des Bestehens aller Ebenen des Spektrums an sich.
In der P. P. wird die niedrigere Ebene von der höheren durch Involution geschaffen. Somit kann die höhere nicht durch eine niedrigere Ebene erklärt werden. Jede Ebene besitzt einen eingeschränkteren und kontrollierteren Bewusstseinsbereich als die nächsthöhere Ebene. Die moderne Physik, die Informations- und Systemtheorie haben auf den ersten drei Ebenen die horizontale Einheit der jeweiligen Ebenen demonstriert. Die direkte Erforschung von Bewusstseinsphänomenen, der sich die Bewusstseinsforschung angenommen hat, versucht die horizontalen Durchdringungen auf den höheren Ebenen zu durchleuchten. Mystiker sprechen von zwei Formen gegenseitiger Durchdringung: der horizontalen, die durch Holoarchie gekennzeichnet ist, und der vertikalen zwischen den Ebenen, die eine hierarchische Ordnung aufweist.
Quelle: www.usm.de/mysteria © 1996 - 1999 United Soft Media Verlag GmbH;
Â
Reiki
[das; japanisch]
von dem japanischen Theologen Mikao Usui wiederentdecktes, esoterisches Behandlungsverfahren, durch das die universelle Lebensenergie (japanisch Reiki) angeregt, verstärkt und übertragen werden soll, um sowohl das Wohlbefinden zu unterstützen als auch Krankheiten vorzubeugen und zu heilen. Nach meditativer Einstimmung erfolgt die sog. Energiearbeit durch Handauflegen, bevorzugt auf bestimmte Energiezentren, die Chakren (Chakra). Die Grundlagen des Reiki sind wissenschaftlich nicht belegt.
Quelle: www.wissen.de
Schamanismus:
[tungusisch shaman, "anheizen, verbrennen; um sich schlagen"]
ein in den Kulturen aller Kontinente verbreitetes religiöses Phänomen, gemäss dem der Schamane die Fähigkeit besitzt, als Mittler zwischen den Menschen im Diesseits und den Geistern in den jenseitigen Welten aufzutreten. Bei aussergewöhnlichen Ereignissen seiner Sippe, seines Stammes und Volkes, z. B. bei Naturkatastrophen, Hungersnöten, Missernten, bei Krankheit und Jagdunfall versetzt sich der Schamane gemäss überlieferten Riten und gekleidet in ein bestimmtes Gewand, nach Einnahme von Drogen und mit Hilfe einer Schamanentrommel, durch Rhythmik, Musik und Tanz in einen ekstatischen oder tranceartigen Zustand, währenddessen der Geist des Schamanen seinen Körper verlässt und von der irdischen Welt in jenseitige Welten, in die Ober- und Unterwelt reist. Auf diesem Wege will der Schamane mit der aussermenschlichen Welt in Kontakt treten, übersinnliche Erkenntnisse gewinnen, von guten Geistern Beistand und Hilfe erlangen und böse Geister bannen, um letztlich die Geschicke zugunsten von Sippe, Stamm und Volk zu beeinflussen. Schamanismus ist heute noch im Norden Europas, Amerikas und Asiens sowie bei Mongolen und Koreanern anzutreffen.
In Anknüpfung an diesen archaischen Schamanismus will der in Workshops des Newage praktizierte Neo-Schamanismus durch "schamanistische Trancereisen" und "Schwitzhütten" zu spiritueller Selbstvervollkommnung führen.
Quelle: www.wissen.de
Schamanismus [WB]
Scha:·ma'nis:·mus <m>; unz.1 Glaube an die Fähigkeit mancher Menschen, Geister zu beschwören
Quelle: Wahrig, Gerhard, Deutsches Wörterbuch, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh|2000|ISBN 3577104465
Schamanismus [WB]
Scha:·ma:·nis:·mus m. Genitiv - nur Singular,
bei Naturvölkern: Glaube an die Fähigkeit mancher Menschen, Geister zu beschwören, Heilkunst
Quelle: Die deutsche Rechtschreibung, Bertelsmann Lexikon Verlag|1999|ISBN 3577104007
Stoiker:
1) Vertreter der Stoa (nächster Absatz im Anschluss: kurze Erklärung), Anhänger der Weltsicht von Zenos/Zeno/Zenon der Jüngere:
Zenon stammte aus Kition (Zypern), griechischer Philosoph, * um 336 v. Chr., gest. 264 v. Chr.; Begründer der Stoa. Von seinen Schriften sind nur Bruchstücke erhalten; er soll sich das Leben genommen haben.
2) Übertragen in den Sprachgebrauch: unerschütterlich ruhiger, gleichmütiger Mensch
Quelle: www.wissen.de
- Stoa (Philosophie):
[die; griechisch],
um 300 v. Chr. von Zenon/Zenos dem Jüngeren aus Kition gegründete philosophische Schulrichtung, benannt nach dem Lehrort, der stoa poikile in Athen ( ”die bunte Halle” (wegen der Wandgemälde Polygnots), wo sich die Anhänger Zenos trafen). Neben der Älteren Stoa (Zenon, Kleanthes von Assos, Chrysipp) unterscheidet man eine mittlere (Panaitios von Rhodos, Poseidonios) und eine jüngere Stoa (Seneca, Musonios aus Volsinii, Epiktet, Marc Aurel). Das Hauptinteresse galt der praktischen Lebensführung (Ethik), wobei sich allmählich der Rigorismus ([lateinisch, ”Starrheit”, ”Unbeugsamkeit”], in der Ethik strenge, kompromisslose Gesetzes- und Pflichtauffassung, besonders der ethische Rigorismus Kants.) der alten Stoa milderte und neben dem Ideal des Weisen die Gestalt des sich um Tugend Mühenden wichtig wurde (allg.: Philosophenschule um 300 v.Chr., die ein Leben im Einklang mit der Natur u. der göttl. Macht der ”Weltseele” od. ”Weltvernunft“ erstrebte).
Quelle: www.wissen.de
- Stoa (Baukunst):
[griech. stoa ”Säulenhalle, Säulengang, Halle, Galerie”, hier gemeint: die stoa poikile]
die altgriechische Vorform des römischen Porticus, nach einer Seite offene Säulen- (Wandel-, Markt-) Halle, auch zweistöckig. stoa poikile: die von Polygnot u. a. ausgemalte Stoa am Markt von Athen.
Quelle: www.wissen.de
Thomas von Aquin
Theologe und Philosoph, "Doctor communis", "Doctor angelicus" genannt, Heiliger,
* um 1225 Roccasecca bei Aquino, gest. 7. 3. 1274 Fossanova;
Grafensohn, Dominikaner, studierte u. a. bei Albertus Magnus in Köln; lehrte 1252-1259 in Paris, 1259-1268 in Italien, 1269-1272 erneut in Paris, seit 1272 in Neapel.
Thomas von Aquin war in erster Linie Theologe. In der Bibelerklärung bemühte er sich um ein sachliches Verständnis der Hl. Schrift unter Einbeziehung der Überlieferung der Kirchenväter. In der systematischen Theologie versuchte er, zur Klärung der Glaubensgeheimnisse die natürliche Vernunft, insbesondere das philosophische Denken des Aristoteles, heranzuziehen und der Theologie den Charakter einer Wissenschaft zu geben: Die Offenbarung ist nicht wider-, sondern übervernünftig. Die Verteidigung dieses Versuchs zwang ihn zur Auseinandersetzung mit einem gewissen "unweltlichen" Augustinismus einerseits und dem naturalistisch orientierten lateinischen Averroismus andererseits. Diese Diskussionen nötigten ihn, das gesamte vielschichtige theologische wie philosophische Gedankengut der antiken und christlichen Vorzeit aufzunehmen und neu zu durchdenken. Grundlegend ist das Verhältnis von Form und Materie: Die Einzeldinge entstehen, indem die Formen von Raum und Zeit bis hinauf zur Gottheit die Materie bestimmen. Gott ist absolute Form, seine Wesenheit und sein Dasein sind eins; bei den endlichen Wesen tritt das Dasein zu ihrem Wesen im Schöpfungsakt hinzu. Natur und Vernunft sind hingeordnet auf Gott. Das sittliche Ziel des Menschen liegt in der Entwicklung seiner vernünftigen Natur. Sein freier Wille muss sich von seiner Vernunft leiten lassen (Intellektualismus). Als politisches Wesen ist der Mensch von Natur aus auf Geselligkeit und Verbindung in Familie, Gemeinde und Staat angelegt. Der Staat ist eine rein weltliche Einrichtung. Die beste Staatsform ist die durch aristokratisch-demokratische Garantien gegen Despotismus geschützte Monarchie. Jedoch ist der weltliche Staat nur Vorbereitung auf den in der Kirche bereits sinnbildlich gegenwärtigen himmlischen Staat.
Hauptwerke: "Summa contra gentiles" 1258-1264 (Auseinandersetzung mit dem nichtchristlichen, besonders islamischen Denken); "Summa theologica" 3 Teile 1266-1274 (System der Theologie und Philosophie); "Quaestiones disputatae" (Niederschriften der akademischen Disputationen); Kommentare zur Bibel, zu Aristoteles und den Sentenzen des Petrus Lombardus. - Erhebung zum Kirchenlehrer 1567. Fest: 28. 1.
Quelle: www.wissen.de
Â
Yoga
[!jo:ga; altindisch yuga-m, "Joch (in welches der Körper gleichsam eingespannt wird)"]
Joga, in der altindischen Philosophie und im Buddhismus Erlösungssystem auf der Grundlage von Meditation und Askese. Höchster Zustand des Yoga (Samadhi, buddhistisch: Dhyana) ist die Unabhängigkeit der Seele vom Leib, von Affekten und Wünschen, die Vereinigung mit dem Atman.
Die Yogatechnik besteht in Konzentrations-, Atmungs-, EntspannungsÜbungen bei besonderer Diät mit dem Ziel völliger Herrschaft über den Körper, besonders über Organe, die normalerweise dem Willenseinfluss entzogen sind. - Yogi sind die Anhänger des Yoga, allgemein Büßer, Asketen.
Quelle: www.wissen.de
Zauberer [WB]
'Zau:·be:·rer <m. >; im Volksglauben u. Märchen jmd., der zaubern kann, Magier; <umg.> Zauberkünstler
Quelle: www.wissen.de
Fortsetzung folgt.... leider keine Zeit mehr, tschuldigung, geht bald weiter :o) BB Jess
Ergänzungen zum Magischen Lexikon sind allerherzlichst willkommen!! Schreibt uns :o)
Alles Liebe und Blessed Be,
:-) 


NEWS!! NEWS!! NEWS!!