Tod, Verlust, Trauer, Trennung, Verlassen

- Wie damit  umgehen?

Auf vielen Seiten im Netz heißt es, dass Hexen den Tod als etwas Naturgegebenes hinnehmen. Es heisst, dass er notwendig ist, um das Leben überhaupt erst zu ermöglichen.
Immer wieder fragen verzweifelte Menschen nach Liebeszaubern, weil sie von ihrem Partner verlassen wurden - oder sich selbst trennen wollen.
Im Christentum gilt Selbstmord als Todsünde - viele Hexen wuchsen in christlicher Erziehung auf und sind dementsprechend bestürzt, da die Seele eines Freitodgestorbenen keine Erlösung finden wird und auf ewig verdammt ist. Auch ist es kaum zu verkraften, dass ein geliebter Mensch sich von sich aus entschlossen hat, sein irdisches Dasein eigenhändig zu beenden. Wie konnte er/sie nur? Was ist mit mir? Ich bin allein zurück gelassen worden.
Meine Tränen fliessen, ich bin so unsagbar traurig, mein Herz droht zu zerspringen. Aber ich darf nicht weinen, das gehört sich nicht. Das Leben geht weiter, irgendwann muss man ja mal drüber wegkommen. Man muss schwarz  tragen, sonst ist man ja gar nicht traurig, sondern zeigt im Gegenteil keinen Respekt für den Verstorbenen.Oder ist das alles doch nicht so?
Wie geht das nach dem Tod weiter mit mir? Gibt es Himmel und Hölle? Wie ist das "Rad der Wiedergeburt" gemeint?

??? Was soll das denn nun alles heissen? Wie kann man denn nun damit umgehen? Gibt es Rituale oder Zaubersprüche? Welche Götter können mir helfen? Oder sind sie überhaupt erst daran schuld, und wollen mich nur quälen? Was glauben Hexen in diesem Zusammenhang eigentlich?

Folgende sehr persönliche Briefe mögen Trost spenden oder wütend machen, lachend oser weinend. Oder gar nicht berühren. Doch sie sind eine Öffnung nach aussen hin, die respektvoll und mit Liebe oder einfach mit höflicher Zurückhaltung behandelt werden sollen.

Tod

Trennung & Verlassen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Tod

- Wie gehen Hexen damit  um?

Genauso wie jeder Mensch - nämlich jede/r Hexe/r auf individuelle Art:

Möchtet Ihr auch Eure Gefühle mit uns teilen? Oder habt Ihr auch Tips, wie man vielleicht mit dem Tod klar kommen könnte?
Mailt nach:
Jess@teenwitch.de und helft mit, dieses meiner Meinung nach doch recht tabuisierte (da spricht man nicht so offen drüber, gehört sich nicht) Thema in das Bewußtsein zu bringen. Dann wäre man (ich auch z.B.) nicht so allein gelassen - denn vielerorts schweigen Menschen immer noch wegen gesellschaftlichen Konventionen oder “Gewohnheitszwängen”, obwohl wir doch als "aufgeklärte Gesellschaft" gelten.
Ich finde es sehr schlimm, dass z.B. niemand etwas dagegen zu haben  scheint, wenn beim “Herrn der Ringe” die gestandenen Helden weinen, wenn wieder mal ein Gefährte stirbt; sobald aber das Licht im Kino wieder angeht, dann wischen sich viel zu viele Männer verstohlen die Tränen aus den Augen und blicken sich verschämt um. “Männer weinen nicht, trauern nicht, sie müssen stark sein. Weinen ist Weiberkram...” und noch diverse andere “schlaue Sprüche” führen in meinen Augen dazu, dass die natürlichen Reaktionen auf solche Erlebnisse total verzerrt werden. Und damit ist entsprechend wohl auch die Bewältigung sehr verkompliziert. Selbst als Mädchen fühle ich mich oft irgendwie sozusagen “absichtlich ignoriert”, wenn ich trauere. So als ob dieser Zustand ansteckend wäre... Vielleicht liegt es ja einfach daran, dass kaum jemand weiss, wie man denn “richtig” trauert? Also ich habe zwar einige Quellen gefunden über Bräuche und Traditionen (schwarz tragen, Trauermahl, etc.), sogar über angemessene Fristen, wielange Trauer eigentlich dauert (Witwenzeit). Aber was man mit sich selbst in dieser Zeit anfängt... Fehlanzeige.
Deshalb rufe ich an dieser Stelle auf, einen Erfahrungsschatz zusammen zu tragen, an dem man sich vielleicht orientieren kann. Entweder mit “Ja, trifft auf mich zu” oder “Nein, das ist nicht meine Art” oder “Ich setze mich nicht damit auseinander(, weil...)”. Aber wenigstens wären ein paar Worte zu finden....

Folgende Artikel über den Umgang mit Tod stehen bereits ein:

Auseinandersetzung ist letztlich das Einzige, was hilft.”!!!Vielen Dank an Diana Sassé !!!
=> Beim "Comic Salon Erlangen 2000" traf ich (damals ohne von unserer gleichen Glaubenseinstellung zu wissen ) Diana Sassé. Sie ist die Autorin der "Pferdedeutschen"-Comics (Bitte nicht auf den ersten Blick verschubladen, sondern erst mal lesen!!) und Heidin.
Wir unterhielten uns u.a. über den Tod - im Folgenden hat uns Diana einen Brief geschrieben, wie sie mit dem Tod konfrontiert wurde - und wie sie damit fertig wurde. DANKE Dir, Diana!!!

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So ging Diana mit dem Tod um:

"Eine intensive (besonders gründliche) Trauerarbeit ist letztlich das Einzige was hilft. Und das bedeutet in erster Instanz (erster Schritt, als erstes) einmal die Trauer und den Schmerz in voller Wucht und Intensität zuzulassen. Das ist ausserordentlich hart. Der Schmerz ist physisch (körperlich) spürbar, Du vergiesst mehr Tränen in einer Stunde als zuvor in Jahren. Es ist wie eine klaffende, blutende Wunde und Du blutest Dich leer.
Um diese extreme
(krasse) Erfahrung abzufedern hilft die Kraft der Götter. Ich habe mich z.B. bei  Uhura (so hiess Dianas Stute) an Epona (1) und beim Kater Oddy an Bastet (2) gewandt.
Ich stellte Kerzen auf, vor das Foto der Tiere und vor die Statue der jeweiligen Göttin. Dazu benutze ich Räucherungen mit Mischungen die speziell
(extra dafür) für Trauerarbeit geeignet sind. Das hilft ungemein.

Am Anfang ist da nichts was den Schmerz lindert; Du musst da einfach durch.
Es ist als falle man immer tiefer in einen Abgrund. Doch durch die Rituale fühlst Du auch  immer mehr eine liebende und stützende Präsenz
(Gegenwart). Und durch den Schleier der Tränen hindurch erkennst Du immer mehr die Gegenwart des Verstorbenen in der anderen Dimension (Ebene der Wahrnehmung). Du spürst seinen Trost, seinen Frieden. Und Du bist in dieser Zeit sehr hellsichtig: Die Götter öffnen Deine Kanäle und Du hast Träume und Omen, die Dir Botschaften übermitteln.
Und  plötzlich kommt eine Phase starker, intensiver übersinnlicher Erfahrungen. Und die Tränen werden seltener und Dein Herz wird ruhiger und Du merkst, dass der Abschied kein wirklicher war, sondern dass Eure Beziehung nunmehr einfach über eine andere Ebene verläuft.
Nicht, dass man je aufhören würde, die physische Präsenz
(körperliche Gegenwart) des Verstorbenen zu vermissen. Aber irgendwann stellt sich ein tiefer Frieden ein und die Kraft, weiterzuleben.

Das bezieht sich auf den Tod eines geliebten Wesens."

Diana Sassé

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Anmerkungen zu Diana's Brief:
zu (1):Epona - keltische Pferde göttin. Wurde von der römischen Kavallerie übernommen, die ihren Kult in ganz Europa verbreitete. Die Römer stellten in ihren Pferdeställen Monumente auf, die sie als schnelle Reiterin mit wehendem Umhang  zeigten.
Man widmete ihr sogar ein eigenes Fest am 18. Dezember.
Ursprünglich wurde Epona von den Kelten wahrscheinlich als Stute mit Fohlen dargestellt. Ihr Abbild als Stute mit Fohlen verweist darauf, dass sie ausserdem eine Fruchtbarkeitsgöttin war.
(aus: Enzyklopädie der Mythologie von Arthur Cotterell, ISBN 3-89736-300-3)
und: Epona - ("grosse Stute"): kelt. Pferdegöttin und Schutzgöttin der Reiter, sowie Göttin der Fruchtbarkeit (der Gallier). Dargestellt wird sie im Damensitz zu Pferde oder vor einem oder zwischen mehreren Pfereden stehend - oder auf einem Pferd liegend.
Ihr Attribut (quasi Erkennungsmerkmal) ist das Füllhorn.
(aus: Knaurs Lexikon der Mythologie von Gerhard J. Bellinger, ISBN 3-8289-4155-9)

zu (2):Bastet - Ägypt. Ortsgöttin von Bubastis im Ostdelta des Nils. Als der milde Gegentyp zur gefährlichen Löwengöttin Sachmet ist sie die Personifikation der Freude und der Liebe. Als Salbengöttin verkörpert sie die Salbe in ihrer überirdischen Kraft. Ihr Hauptkultort war die nach ihr benannte Stadt Bubastis ("Haus der Bastet"), in deren Nachbarschaft es ausgedehnte Katzenfriedhöfe gibt.
Ihr Fest, über das Herodot (II, 60) berichtet, ist am 16.X. des ägypt. Jahres.
Dargestellt wird Bastet katzengestaltig bzw. katzenköpfig mit Korb (meist in der Rechten) und Sistrum (Zepterstab mit "Schlaufe" oben drauf, meist in der Linken). Ihr Symboltier ist die Katze.
(aus: Knaurs Lexikon der Mythologie von  Gerhard J. Bellinger, ISBN 3-8289-4155-9)

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Trennung und Verlassen
- Was unternehmen Hexen diesbezüglich?

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Alles Liebe und Blessed Be,
:-)

Trauerarbeit, Trennung & Tod - Untrennbar zum Leben gehörend.

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