Also, folgende Artikel habe ich bisher zusammengesammelt:
“Klangvolle Namen - welcher ist der richtige?” von Vicky
“Die Vergabe des Hexennamens” von Jess
“Die Inspiration des Hexennamens” von Jess
“Findung des Hexennamens” von Jess
“Choosing a Craft Name” - ein Übersetzungsversuch aus dem Englischen bzw. Amerikanischen Hexentum
Auch gut: Kein “Hexen”-Name von Jess
Bemerkungen über die namentlichen Sammelbegriffe und Mainstream-Bestseller von Jess
Ein Extra: Tradition der Namensgebung beim Katzenvolk
(von Tad Williams, ein Gott unter den Fantasyautoren *schwärm*)
Diese Frage hat eine meiner Lehrerinnen wie folgt beantwortet: "Wähle den Namen einer Person, eines Baums oder eines anderen Wesens, von dem du viel gelernt hast oder mit dessen Zielen du dich identifizierst." Schön und gut, aber vor allem der zweite Teil dieses Satzes hat uns eine Unmenge an Morgaines, Morganas und Morganes gebracht, die kein Mensch mehr auseinanderhalten kann. Bedenkt bei der Namenswahl eines: Jeder von uns ist absolut einzigartig, und so ist auch jeder von uns ein wenig Mühe wert, wenn es darum geht, sich einen neuen Namen zuzulegen. Namen formen den Menschen, der ihn trägt, und dieser wirkt umgekehrt wieder auf den Namen ein. Hast Du schon mal erlebt, daß Du unbehaglich auf einen Dir eigentlich kaum bekannten Menschen reagiert hast, nur weil dieser denselben Namen trug wie eine andere Person, die Du nicht leiden kannst? Es braucht viel Zeit, um den wahren magischen Namen zu finden, weshalb viele Menschen im Laufe ihres Lebens mehrere führen. Manchmal verändert sich eine Person oder ihr Verhältnis zum gewählten Namen (also zu dem, was dieser für die Person bedeutet) so sehr, daß ein neuer gewählt wird. Dies sollte aber nur in Ausnahmefällen geschehen, denn wenn man alle fünf Minuten den magischen Namen wechselt, hat dieser keine große Bedeutung und auch keine Macht mehr.
Damit sind wir bei einem wichtigen Punkt angelangt: Was für eine Bedeutung hat so ein Name eigentlich, und warum wählen viele Menschen einen neuen magischen Namen? Dafür gibt es verschiedene Ansätze. Zum einen geht diese Tradition auf mittelalterliche Verhältnisse zurück, unter welchen die Ausübung der Hexenkunst sowie die Zugehörigkeit zur Alten Religion von der christlichen Kirche bei Todesstrafe verfolgt wurde und diente somit der Tarnung. Obwohl wir das heute eigentlich meist nicht mehr nötig haben, ist die Verwendung von Tarnnamen doch gerade durch das Internet wieder richtig in Mode gekommen.
Ein weiterer Grund, der viele Menschen dazu veranlaßt, einen neuen Namen zu wählen, besteht also einfach darin, dem Trend zu folgen, um "in" zu sein – was meiner Ansicht nach durchaus okay ist, solange es sich auf spielerischer Ebene wie im Internet vollzieht, bei wichtigeren Dingen wie der Ausübung der Alten Religion jedoch überdacht werden sollte.
Schlußendlich bestand und besteht noch heute in vielen Religionen die Tradition, Menschen mit einem nur ihnen selbst oder ihrer engsten Familie bekannten zweiten Namen zu versehen oder auch Anwärtern auf die Priesterschaft anläßlich ihrer Einweihung einen neuen Namen zu geben, da der Akt der Initiation die Wiedergeburt in ein neues Leben symbolisiert.
Aus alldem wird ersichtlich, wie viele verschiedene Funktionen ein magischer Name haben kann, und entsprechend unterscheiden sich auch die Umgangsweisen damit. Wer ihn wählt, um "in" zu sein oder sich damit nach außen hin deutlich zu kennzeichnen, wird diesen Namen von nun an in allen Lebenssituationen tragen und sich damit ansprechen lassen, wann immer es möglich ist. Auch wer den neuen Namen als Symbol einer inneren Wiedergeburt sieht und sich völlig mit seinem neuen Leben identifiziert, kann so verfahren. Aber wer seinen sogenannten "wahre Namen" gefunden zu haben meint, geht da meist vorsichtiger vor und gibt ihn nur sehr vertrauten Menschen preis, weil dieser Name das wirkliche, innere Selbst einer Person oder zumindest sehr intime und sensible Bereiche der Persönlichkeit beschreibt. Das gibt dem Träger eines solchen Namens eine Menge magische Kraft und Macht, weil er damit auch in direkter Verbindung zu seinen ureigenen magischen Quellen steht. Andererseits aber besagt ein altes magisches Gesetz: "Wenn du den wahren Namen einer Sache oder einer Person kennst, so hast du Macht über diese". Deshalb sind Feen oder Geister in vielen alten Legenden beschwörbar, indem man ihren wahren Namen dreimal ausspricht. Auch das ist ein Symbol, welches ausdrückt, daß ich jene Dinge oder Personen beherrschen kann, die ich wirklich kenne.
Nun verrät selbst ein gut gewählter magischer Name noch immer nicht alles, aber dem aufmerksamen Zuhörer doch eine ganze Menge über die ihn tragende Person, weshalb ihn viele Menschen nur im Ritual oder im Kreis vertrauter Menschen verwenden. Andere wiederum betrachten die Verwendung des magischen Namens außerhalb eines heiligen Rahmens wie dem des Rituals als eine Profanisierung (Verweltlichung), welche den Namen seiner Kraft beraubt. Im Endeffekt muß jeder selbst entscheiden, welchen Namen er wählt und wie er damit verfahren will. Es ist übrigens keineswegs zwingend notwendig, einen magischen Namen zu tragen, um magisch oder spirituell zu wachsen. Oft enthält zum Beispiel der Geburtsname oder jener, den ein Mensch nach einer Eheschließung trägt, einen großen Teil dessen, was seine Aufgabe und auch seine Persönlichkeit in diesem Leben ausmacht, weshalb es sich durchaus lohnt, auch einmal nach der Bedeutung jenes Namens zu forschen, den unsere Eltern uns nach unserer Geburt gegeben haben. Mein Name bedeutet in einer bestimmten Interpretation zum Beispiel "die den Sieg des Lichts der Götter bringt", womit ich respektvoll zu leben bereit bin.
Vicky Gabriel
Jess hatte sich überlegt, wie man das mit dem Hexennamen umsetzen könnte (wie handhabt Ihr es mit diesem Thema?)
Wenn man so z.B. durch das Internet surft, dann begegnen einem immer wieder aussergewöhnliche Namen wie Mondkind,
Kassandra, Starlight, Rúna, Shiva und vielen mehr...
Nicht zu vergessen der inoffizielle Bestseller Morgaine in all seinen Varianten und die Feedbacks zu den aktuellen Serien, also Willow und die 3 bzw. 4 “P-Namen” Prue, Piper, Phoebe und Paige ;-)
Viele Hexen tragen Namen, die nicht in ihren Personalausweisen vermerkt sind - und wenn, dann meist unter "Künstlername". :o)
Andere Hexen wiederum tragen den Namen, den ihnen ihre Eltern bei der Geburt gaben. Sie wählen keinen "neuen" Namen.
Meiner Meinung nach ganz einfach: BEIDES!
Es kommt nur darauf an, was für Dich selbst das Richtige ist. Das heisst:
Wobei Du empfindest, dass es "gut" für Dich ist, Dich wohlfühlst, das ist "in Ordnung".
Vielleicht ist es sinnvoll, sich vorher erst einmal verschiedene Traditionen anzusehen? Dann könnte man sich schon mal damit
vertraut machen, wobei man sich "angesprochen" fühlt.
Angenommen, jemand findet die Tatsache ansprechend, dass eine Nonne, die einem Konvent (Klostergemeinschaft) beitritt, einen
neuen Namen (z.B. "Schwester Agatha") erhält zum Zeichen, dass sie ab jetzt nur noch Gott allein dienen/folgen möchte bzw.
wird. Dann würde es dieser Person vielleicht am ehesten entsprechen, seine Zugehörigkeit zu den Hexen oder einer naturreligiösen Richtung durch die Annahme eines bezeichnenden Namens zu zeigen - vor sich selbst und vor anderen? Oder
jemand findet, dass es niemanden etwas angeht, was man in seiner Freizeit so macht, dann wäre es ziemlich verräterisch sich mit “Hi, ich bin Hexina, Merlin oder Shadow” vorzustellen... Fragen wären wohl vorprogrammiert, schätze ich.
Nachfolgend versuche ich, einige Namengebungstraditionen zu beschreiben, die vielleicht bei Dir ein "Ja, genau, das kann ich für
mich nachvollziehen" oder eben ein "Nein, das ist für mich gänzlich undenkbar" bewirken. Oder die Dich dazu inspirieren, Deine Variante der Namensgebung an mich zu schicken, damit ich sie dazu stellen kann ;-)
Die Frage lautet also:
Hexenname - Ja oder Nein?
und: Wenn Ja, welchen bzw. wenn Nein, weshalb nicht?
Es gibt Traditionen, in denen man nach seiner "Schnupperzeit" z.B. in einem Coven (Hexengruppe) in einem sog. "Initiationsritus"
geweiht wird. Die Wicca beispielsweise nehmen auf diese Art ein Mitglied nach einer Probezeit (man stellt fest, ob man miteinander
gemeinsam den Weg gehen möchte/kann) in ihre Mitte als Priesterin auf (im Allgemeinen gibt es bei Wicca keine Hierarchie (Rangordnung) - jede(r) ist Priester(in), also den anderen Wicca gleichgestellt).
Bei solch einem Anlass empfinden es viele als treffend, wenn gleichzeitig ein Name gegeben wird - als besonderes Zeichen der
Zugehörigkeit zur jeweiligen Hexentradition. Es ist ein wunderschöner Moment, wenn man das erste Mal mit seinem neuen Namen angesprochen wird, man wird quasi symbolisch neugeboren.
Meist wählen die angehenden Hexen ihren Namen selber, und z.B. die Hexenmutter "tauft" dann die Hexentochter auf diesen
Namen. Oder der Coven singt ihn in einem gemeinsamen Lied. Die Gestaltung dieses Rituals ist so individuell (einzigartig) wie es verschiedene Hexen gibt - je nach Persönlichkeit und Glaubensauslebung eben.
Es gibt auch Traditionen, in denen man seinen Namen ausgesucht bekommt - z.B. durch die Meditation des Mentors
(Stammesoberhaupt, Hohepriester, Älteste, Oberhexe, etc.) auf dieses Thema. Der Name wird dann von höherer Seite aus quasi
"eingegeben". Bei sog. Sekten ist dies öfter der Fall, es kann aber auch von dem kulturellen Umfeld abhängig sein.
Wie kommt hex nun auf den persönlich richtigen Namen?
Also ich habe mich schon während der Schwangerschaft - eigentlich noch viel früher - gefragt, wie unser Kind wohl mal heissen
soll. Welche Namen "klingen" in meinen Ohren, welche sind modern? Will ich Vorfahren von mir ehren? Will ich bestimmte Eigenschaften oder gewünschten Stärken des noch Ungeborenen benennen?
Im Buchhandel findet man in jeder "Eltern-und-Kind"-Abteilung Bücher zur Namensfindung. Darin stehen Tausende Namen von A
bis Z samt ihrer ursprünglichen Bedeutungen. Meist hat man wohl schon eine ungefähre Idee, welche Namen in Frage kommen, man möchte gerne wissen, z.B. welche berühmten Namensvettern es gibt, welche linguistischen (sprachlichen) Wurzeln in der
Vergangenheit liegen.
Eine Möglichkeit bzgl. der Wahl des Hexennamens wäre, sich einfach ähnliche Gedanken wie bei einer Kindsbenennung zu machen:
- Welche Affinitäten (Vorlieben) zu elementaren Aspekten habe ich? (heisst: Welches Element in seinen Verkörperungen wie Steine,
Pflanzen, Planeten "passt zu mir"?)
- Gibt es eine Person (in der Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft), die ich ehren will - z.B. eine Hexe, Feministin, einen Entdecker,
Revolutionär, Forscher, eine Philosophin oder einen meiner Vorfahren etc.?
- Legendäre, mythische Figuren und deren Fähigkeiten, Schicksale präg(t)en mich.
- Welche Gottheiten, Namen des Gehörnten, der Göttin, Asen, Wanen, kurz: Bewohner der Götterwelt treffen meine Persönlichkeiten im Innersten?
- Eine Sprache gefällt mir besonders: Lautmalerei über meine eigene Person
- was spricht mich noch an? => einfach mal selber philosophieren :o)
Meditiere darüber, frage die höheren Wesen, mach ein Würfelspiel mit Losverfahren - tu was Du willst :o)
Eine Möglichkeit, den Namen zu finden oder sich für einen zu entscheiden (Doppelnamen oder Drei- bzw. Mehrfachnamen sind durchaus legitim (erlaubt)) wäre, in einer Meditation (oder in einer Trance - Achtung Unterschied!!) in sich und/oder die
"Anderswelt" zu gehen. Dort weiss man auf alles eine Antwort - auch wenn diese Antworten gar nicht so leicht auf Anhieb
verständlich sein könnten. :o) Nicht entmutigen lassen!! Der Wille, sich verständigen zu wollen, macht's! Das ist keine leere Phrase (dahingesagte Worte, Redewendung) :o)
Den folgenden Text kann ich nicht mehr belegen, ich hab ihn in den Tiefen meines Rechners gefunden und versucht, ihm mit den Resten meines Schulenglischs und dem "Dicken Gelben" (gelobt sei Langenscheidt!) einen halbwegs verständlichen germano-linguistischen Touch zu verleihen. Das heisst soviel wie: Ich habs halt versuchen woll'n zum Übersetzen :o)
Den/die Verfasser/in habe ich nicht mehr ausfindig machen können, er/sie möge mir verzeihen, daß ich seine/ihre Vorschläge zur Namensfindung weiterreiche - aber ich finde diesen Artikel viel zu super, um ihn verstauben zu lassen! Allerdings stand wenigstens noch die Quelle dabei, auf die sich der Autor bezogen hatte.
From the book "Rites of Passage" by Pauline Campanelli
Aus dem Buch "Rites of Passage" (dt.: Passageriten, Übergangsrituale) von Pauline Campanelli
There are many methods for choosing a Craft name, the simplest of which is to take the name of your favorite character or deity from
Pagan myths or legends, or the name of the animal totem, gem, or mineral that you seem to identify with.
Es gibt viele Methoden, einen Hexennamen auszusuchen, der einfachste ist, den Namen deines Lieblingscharakters oder -gottheit
aus heidnischen Mythen oder Legenden, oder den Namen des Tiertotems, Edelsteins oder Minerals zu nehmen, mit dem du dich zu identifizieren scheinst.
A second method is to open to the index of a book on the mythology of your chosen tradition, Celtic, Norse, Mediterranean, or
worldwide if you are eclectic, and then, using a pendulum, dowse the list of names of the mythological figures.
Eine zweite Methode wäre, das Inhaltsverzeichnis eines Buches über die Mythologie deiner gewählten Tradition (keltisch,
nordisch, klassisch-antik oder - wenn du eklektisch/freifliegend bist - international) aufzuschlagen und dann mit einem Pendel die Liste der Namen von mythischen Figuren auszuloten.
Note which names caused the pendulum to respond, usually by changing the direction of its swing, and choose your favorite among these names.
Merke dir, aufgrund welcher Namen das Pendel, gewöhnlich durch eine Änderung der Schwungrichtung, reagiert, und suche dir
deinen Favoriten aus diesen Namen aus.
An improvement on this method is to write the names selected by the pendulum on a piece of paper, fold it, and sleep with it under
your pillow.
Eine versichernde Bestätigung dieser Methode ist es, die vom Pendel ausgewählten Namen auf einem Stück Papier
aufzuschreiben, dieses zu falten und damit unter dem Kopfkissen eine Nacht zu schlafen.
When you awaken in the morning you will know your name to be.
Wenn du morgens aufwachst, wirst du deinen Namen wissen.
Another method of choosing a Craft name is to cast the runes or draw a number of cards from a tarot deck.
Eine andere Methode, einen Hexennamen zu finden, ist Runen werfen oder eine Reihe Karten aus dem Tarotdeck zu ziehen.
The number of cards or runes is determined by drawing one card or rune first and using its numerical equivalent as the number of letters to be selected.
Die Zahl der Karten oder Runen wird zuerst vorbestimmt durch das Ziehen einer Karte oder Rune und dann wird deren
numerisches Äquivalent gebildet, um die Anzahl der Buchstaben zu bestimmen, die noch gewählt werden müssen.
Then draw that number of cards or runes and lay them out in a row, from left to right.
Dann ziehe diese Zahl Karten oder Runen und lege sie von links nach rechts heraus in eine Reihe.
Each card has a number from Ace (one) to ten, Page, Knight, Queen and King are 11, 12, 13, and 14, respectively, and the Major
Arcana cards are also numbered.
Jede Karte hat eine Zahl von As (eins) bis zehn, Bube, Ritter, Dame und König sind jeweils 11, 12, 13 und 14, und die Karten des
Großen Arkanum sind auch nummeriert.
The number on each card tells which letter of the alphabet it represents;
Die Zahl auf jeder Karte zeigt, welchen Buchstaben des Alphabets sie repräsentiert;
Ace = A, two = B, XXI = U, etc.
As = A, zwei = B, 21 = U, usw.
Each rune has a phonetic value, so it is fairly easy to just read the name.
Jede Rune hat einen lautmalerischen Wert, so daß es ziemlich leicht ist, den Namen einfach zu lesen.
Any of these methods will be enhanced if they are performed within a Magick Circle.
Jede dieser Methoden wird nachdrücklicher, wenn sie innerhalb eines magischen Kreises ausgeführt wird.
This would best be done during the Full or waxing Moon when magickal powers are strongest.
Dies sollte am besten während Vollmond oder zunehmendem Mond getan werden, wenn magische Kräfte am stärksten sind.
When the Circle has been cast you might state your purpose with words like:
Wenn der Kreis gezogen ist, solltest du deine Absicht bekräftigen mit Worten wie:
Lord and Lady, guardian spirits of the Four directions,
Herr und Herrin, behütende Geister der vier Himmelsrichtungen,
I have cast this Circle on this night
ich zog meinen Kreis in dieser Nacht
That I might be given a name,
damit mir ein Name gegeben werde,
A name by which I will be known
ein Name an dem ich erkannt werde
To the Gods, and those within the Sacred Circle.
von den Göttern, und Denen im Geheiligten Kreis.
From the time that you have chosen your Craft name until the night of your Initiation when you are given the name in the sight of
the Gods, you will learn to identify with it as the name of your other self in the spirit world.
Ab dem Zeitpunkt, da du deinen Hexennamen ausgewählt hast bis zur Nacht deiner Weihe, wenn dir der Name im Angesicht der
Götter gegeben wird, wirst du lernen, dich mit ihm als dem Namen deines anderen Selbst in der Geisterwelt zu identifizieren.
For this reason this is a secret Craft name, traditionally to be known only by coven members, and used within the magick Circle.
Aus diesem Grund ist es ein geheimer Hexenname, traditionell nur den Covenmitgliedern bekannt und nur innerhalb des
magischen Kreises ausgesprochen.
While most Pagans and Wiccans/Witches have a secret Craft name, many also have a public one which they use when interacting
with other Pagans in a public context, such as a Pagan gathering.
Während die meisten Heiden und Wicca/Hexen einen geheimen Hexennamen haben, haben viele auch einen offiziellen, den sie
nennen, wenn sie mit anderen Heiden in einem öffentlichen Zusammenhang zu tun haben, wie z.B. auf einer Heidenversammlung.
This name serves a dual purpose.
Dieser Name dient einem doppelten Zweck.
It simultaneously tells something of the individual's tradition and magickal interests, while it also protects the privacy of the individual
by not revealing his secret Craft name or his legal name by which he might be harassed by those not friendly to our Pagan ways.
Er sagt gleichzeitig etwas über die Tradition und die magischen Interessen des Einzelnen aus, während er aber auch die
Privatsphäre der Einzelpersonen schützt, weil man nicht den geheimen Hexennamen oder den bürgerlichen Namen preisgeben
muss, wodurch man u.U. von denjenigen schikaniert würde, die unseren Heidengesinnungen nicht freundlich gegenüber stehen.
von einer Hexe, unbekannterweise
von Jess übersetzt (versucht, seufz)
Weshalb ich Jess bin...
Ich selbst habe für mich beschlossen, den Namen zu tragen, den mir meine Eltern gaben. Dazu muss ich sagen, dass ich ein sehr
enges, herzliches und vertrauensvolles Verhältnis zu meinen Eltern habe. Ich denke mir, dass sie sich genau überlegt haben, weshalb sie mich nannten, wie ich immer noch genannt werde.
Seltsam ist mir jedoch, dass ich eigentlich "Diana" heissen sollte - weshalb ich nun doch Jessica bin, konnte mir weder meine Mutter noch mein Vater sagen...
Jedenfalls bin ich stolz darauf, die Tochter meiner Eltern zu sein. Und obwohl mein Name in manchen Teilen Deutschlands ein
"Sammelbegriff" ist, so macht er mich dennoch unverwechselbar und einzigartig, weil er eine ganz besondere Bedeutung für mich hat.
Ich hab mal irgendwo (sorry, kann keine Quelle liefern, schnüff!) in so einem Namensbedeutungsbuch gelesen, dass mein Name
soviel heisst wie: "im Fokus (Blickpunkt) Gottes" oder "Gott sieht sie an". Das kommt aus dem Hebräischen.
Ich finde es beruhigend zu wissen, dass ich namenstechnisch "direkt angesehen" wird von etwas Göttlichem - und den Göttern somit immer unter den Augen rumwusele.
Da fühlt man sich gleich noch mal so behütet :o)
"...Nach ihrem dritten Auge werden die jungen Katzen zum ersten Treffen gebracht, um ihre Namen zu bekommen. Die Verleihung
der Namen war eine Zeremonie von ausserordentlicher Bedeutung. In den Liedern des Volkes hiess es, alle Katzen hätten drei Namen:
den Herznamen, den Gesichtsnamen und den Schwanznamen.
Den Herznamen
erhält das Kätzchen bei der Geburt von seiner Mutter. Es war ein Name aus der alten Sprache der Katzen, dem Höheren Gesang. Er durfte nur von den Geschwistern, engen Freunden und jenen benutzt werden, die am Ritual teilgenommen
hatten. Fritti war ein solcher Name.
Der Gesichtsname wurde der jungen Katze von den Älteren gegeben, wenn sie am ersten Treffen teilnahm, ein Name in der gemeinsamen Sprache aller warmblütigen Wesen, dem Gemeinsamen Gesang. Er konnte überall dort gebraucht werden, wo ein
Name von Nutzen war.
Was den Schwanznamen anging, glaubten die meisten aus dem Volk, dass alle Katzen mit ihm auf die Welt kämen; es kam bloss
darauf an, ihn herauszufinden. Ihn zu entdecken, war eine sehr persönliche Sache - war es ihm einmal gelungen, wurde nie
darüber gesprochen, und er wurde niemandem mitgeteilt. Zumindest stand fest, dass einige aus dem Volk ihren Schwanznamen
nie entdeckten und bei ihrem Tod nur die zwei anderen kannten.Viele sagten, dass eine Katze, die bei den Grossen - den Ma'n -
gelebt habe, völlig das Verlangen einbüsse, ihn herauszufinden und sich bequem in ihrer Unwissenheit einrichte. Die
Schwanznamen des Volkes waren so wichtig, geheimnisumwittert und kostbar, und man sprach so zurückhaltend über sie, dass es
nicht viel gab, über das man sich wirklich einig war. Man fand diesen Namen eben heraus oder man tat es nicht, sagten die Älteren, und es gebe kein Mittel, dies zu erzwingen.
In der Nacht der Namensgebung wurden Fritti und seine Geschwister von ihrer Mutter zu dem besonderen Nasen-Treffen der Älteren geführt, das dem eigentlichen Treffen voran ging. Zum ersten Mal erblickte Fritti Borstenmaul, den Oel-cir'va, und den alten
Leckschnüff und die anderen Weisen des Volkes, welche die Gesetze und Überlieferungen in ihrer Obhut hatten.Fritti, seine
Geschwister und die Jungen einer weiteren Fela wurden in einem Kreis zusammengedrängt. Aneinandergekauert lagen sie da,
während die Älteren sie langsam umschritten - sie schnuppertendie Luft und gaben tiefe Knurrtöne von sich, die den Tonfall einer
unbekannten Sprache hatten. Leckschnüff beugte sich herunter, ergriff mit seiner Tatze Frittis Schwester Tirya und stellte sie auf die
Pfoten. Er starrte sie einen Augenblick an, dann sagte er: "Ich nenne dich Glockenrein. Begib dich zum Treffen." Sie rannte fort, um
ihren neuen Namen mitzuteilen, und die Älteren setzten ihre Prüfung fort. Ein Junges nach dem anderen zogen sie aus dem Haufen
hervor, wo die jungen Katzen atemlos vor Erwartung lagen, und gaben ihm einen Namen. Schliesslich war nur noch Fritti übrig.
Die Älteren blieben vor ihm stehen und beschnüffelten ihn gründlich. Borstenmaul wandte sich an die anderen: "Riecht ihr es auch?"
Leckschnüff nickte. "Ja. Das breite Wasser. Die Orte unter der Erde. Ein sonderbares Zeichen."
Ein anderer Älterer mit blau verschossenem Fell, der Ohrenspitz hiess, scharrte ungeduldig in der Erde. "Nicht von Bedeutung. Wir sind hier um Namen zu vergeben."
"Richtig", stimmte Borstenmaul ihm zu. "Nun...? Ich rieche eifriges Suchen."
"Ich rieche einen Kampf mit Träumen." Das war Leckschnüff. "Ich glaube", sagte ein anderer Älterer, "er träumt bereits von seinem
Schwanznamen, ehe er überhaupt seinen Gesichtsnamen bekommen hat!" Und sie alle schnieften stillvergnügt vor sich hin.
"Sehr gut!" sagte Leckschnüff, und aller Augen richteten sich auf Fritti. "Ich nenne dich... Traumjäger. Begib dich zum Treffen."
Verwirrt sprang Fritti auf und trabte eilig fort vom Nasen-Treff, fort von den gickernden Alten, die sich auf seine Kosten zu amüsieren schienen. Borstenmaul rief ihm mit scharfer Stimme nach: "Fritti Traumjäger!"
Er drehte sich um und begegnete dem Blick von Meister Alt-Sänger. Trotz der lustigen Fältchen um die Nase waren die Augen des Alten warm und freundlich.
"Traumjäger. Alle Dinge dieser Erde dauern nur eine bestimmte Zeit. Vergiss das nicht. Willst Du das versprechen?"
Fritti legte die Ohren an, wandte sich um und rannte zum Treffen. ..."
Quelle: Tad Williams, "Traumjäger und Goldpfote", Fischer Taschenbuch Verlag 1993, ISBN 3-596-28349-3
Hier kömmt der Lieblingsstandardscherz, den wir auch in unser Buch Teenwitch - Die wilde Magie der jungen Hexen aufgenommen haben, weil es sich um den selbstironischen Ausspruch einer sehr lieben Bekannten handelt, die - laut eigener Aussage mit einem lachenden und einem weinenden Auge - unter derselben “Sammelbezeichnung” läuft:
Wie schafft es ein Mann, dass sich mindestens jede zweite Frau nach ihm umdreht?
=> Ganz einfach: er stellt sich in eine Hexenversammlung und ruft laut: “Hallo Morgana!”
Klar, das klappt auch mit Susanne, Sabine, Christine und anderen Bestsellern - doch hat man in diesen Fällen die “Entschuldigung”,
dass man ja “damals nicht angehört” wurde von seinen Eltern. :-)
Ich persönlich finde, es ist völlig wurscht, wie man sich nennt, nur ist mir neulich aufgefallen, dass es anscheinend oft ganz, ganz
wichtig für die betroffenen Hexen ist, sich deutlich von der Masse abzuheben. Teilweise fällt es mir schwer, bestimmte Namen
überhaupt zu lesen, da sie zwar wohl auf sehr gängigen Namen basieren, aber dann mit Sonderzeichen, Extrabuchstaben,
Bindestrichen und Zusätzeln extrem “individualisiert” wurden. Nicht falsch verstehen, ich finde das klasse, das liegt voll auf meiner Wellenlänge der “Kreativakrobatik” :-)!!
Allerdings frage ich mich auch, wo eigentlich das Problem liegt, wenn auf den ersten Blick drei von zehn Leuten gleich heissen?
Wenn schon “Betroffene” selbst (wie unsere Bekannte *huhu-liebe-Grüsse*) darüber Witze machen können, dann ist es doch
wirklich egal, wenn es leider auch Leute gibt, die sich mordsmässig aufplustern und böse Bemerkungen über angeblich “einfallslose
Mitläufer-Pseudo-Hexen” ablassen... Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich sagen, diejenigen, die sich nicht die
Mühe machen, genau hinzusehen und die nicht den Willen haben, zwischen verschiedenen Personen zu unterscheiden - hey, das sind doch die einfallslosen Desinteressierten, oder?
Ich finde, dass man auch ruhig daran denken sollte, warum sich bei manchen Namen mehr Leute dafür entscheiden, ihn auch zu tragen - z.B. ist Morgana ja auch ne ziemliche “Vorzeige”-Persönlichkeit, die ganz schön viel drauf hatte. Zusätzlich habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass z.B. gerade diejenigen, die über die Verwendung von - wie sie das nennen - “Modenamen aus den Trashtiefen der Medien” (also aus beliebten Serien) ablästern, meist überhaupt keinen Bezug dazu haben und gar nicht wissen, wovon sie reden.
Tschuldigung, aber das lag mir mal echt auf der Zunge ;-) Leben und leben lassen, oder?
:-) Jess
P.S.:
+ Ihr kennt verschiedene Traditionen?
+ Ihr habt Euch selbst Gedanken gemacht über die Wahl des Hexennamens?
+ Was bedeutet der Name, den Ihr tragt - für Euch/literarisch/mythologisch?
=> Schreibt mir, ich freu mich, wenn ich meinen Horizont erweitern kann!! :-)
Alles Liebe und Blessed Be,
:-)
NEWS!! NEWS!! NEWS!!