Hexennamen - Notwendig für die Identität als Hexe? => verschiedene Traditionen der Namensgebung.
Prüfungen - Ist das notwendig oder nur Wichtigmache der Ausbilder? Was ist mit den Übergangsriten und Tests, wie sie z.B. bei Naturvölkern praktiziert werden - ist das für Bewohner von Industrieländern wie den EU-Staaten auch essentiell? Oder kann man sich solche “Spleens” sparen, zumal in unseren Breiten z.B. eine Survivalprüfung durch einen PC-Anwendertest ersetzt werden müsste (zumindest der Logik einer “Prüfung fürs Leben” nach)?
Weihe - Gibts da eine bestimmte Norm, was ist wichtig, was kann man sich schenken? Darf ich mich selber zur Hexe weihen, einfach so nennen, oder was?
Beispiele für Hexwerdungen - schreibt uns, wie Ihr Hexe wurdet bzw. wie Ihr Euch vorstellt, dass es bei Euch abläuft.
Da viele Hexen auch naturreligiös sind, habe ich einen Artikel über die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Initiation rausgesucht. Er mag zur Inspiration dienen, was ein Passageritus für Angehörige z.B. des mitteleuropäischen Raumes bedeuten könnte. Oder wie unpassend man das für sich finden mag, je nachdem. Das nachfolgende Beispiel ist eine reine Feststellung der Gepflogenheiten heute noch existierender Naturvölker bzw. deren unmittelbarer Nachkommen. Natürlich stimmt der Bericht nicht immer in jedem Fall mit der Realität überein, aber das liegt daran, dass er über die Sitten/Gebräuche im Allgemeinen spricht. Es ist unmöglich, alle Richtungen und Kukturen unter einen Hut zu bringen, daher versucht dieser Artikel auch nur das Prinzip an sich darzulegen.
Der Wechsel innerhalb eines Stammes von einem Status in einen anderen erfolgt durch Einweihung.
Ein Jugendlicher wird mittels der Pubertätsriten zu einem Erwachsenen, das blosse biologische Alter reicht dazu nicht aus.
Schamanen und Medizinmänner müssen durch ältere, erfahrene Wissende und durch Geister, denen sie in Visionen
begegnen, in die Geheimnisse der transzendenten Welt und des Heilens eingeweiht werden.
Da es in den Naturvölkern Arbeitsteilung und für jeden festgelegte Aufgabenbereiche gibt, erfolgt die Initiation im allgemeinen in einer Gruppe. Die Jugendlichen einer Altersstufe müssen sich gemeinsam den oft umfangreichen und langwierigen Riten unterziehen und bleiben auch nach der Einweihung eng miteinander verbunden.
Nachdem sie die Stammetraditionen und die damit zusammenhängenden Regeln und Vorschriften kennengelernt haben, sind sie im Besitz bestimmter Rechte und Pflichten. Sie veranstalten Zeremonien, zu denen andere keinen Zugang haben, treffen sich an für sie reservierten Orten oder in Versammlungshäusern, gehen gemeinsam auf die Jagd oder ziehen in den Krieg.
Mit dem Älterwerden fallen ihnen neue Aufgaben zu. Als Verheiratete werden sie zu politisch Verantwortlichen, als Alte sind sie Ratgeber ihres Stammes. Wenn der Zusammenschluss einer Gruppe auf Dauer angelegt ist, handelt es sich um Altersklassenbünden. Neben den Männerbünden, in die jedes männliche Stammesmitglied automatisch bei Erreichen eines gewissen Alters initiiert wird, gibt es noch die Geheimbünde.
Sie beruhen nicht auf der Gleichwertigkeit aller Mitglieder, wie es in den Männerbünden typisch ist, sondern kennen eine hierarchische Abstufung. Ein Oberhaupt entscheidet darüber, wer zu welchen bedingungen in den Geheimbund eingeweiht wird, massgebend können der soziale Rang oder der Reichtum des Aspiranten sein. Die Aufgaben der Geheimbünde, deren Mitglieder auch aus verschiedenen Stämmen kommen können,reichen von der Bewahrung esoterischen Wissens bis zu politischen Funktionen, beispielsweise die Bestrafung von Vergehen. Manchmal verselbständigen sich Geheimbünde auch und agieren nach eigenen Gesetzen, die unabhängig von denen des Stammes sind. Unter Umständen üben sie dann regelrechten Terror aus.
aus: Schweer, Thomas: Stichwort Naturreligionen. 1995. Originalausgabe. München : Wilhelm Heyne.
Alles Liebe und Blessed Be,
:-) 
NEWS!! NEWS!! NEWS!!