Prof. Dr. myth. Cheiron recherchierte über die Vorstellungen der Menschen in seinem Aufsatz:
Was die Menschen und Nicht-Fabelwesen (zu) wissen (glauben) über:
Epona - Goettin der Pferde.
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Und hier nun die Quelle, die Jess zu ihrem Bild inspirierte:
Epona
- keltische Pferdegöttin. Wurde von der römischen Kavallerie übernommen, die ihren Kult in ganz Europa verbreitete. Die Römer
stellten in ihren Pferdeställen Monumente auf, die sie als schnelle Reiterin mit wehendem Umhang zeigten.
Man widmete ihr sogar ein eigenes Fest am 18. Dezember.
Ursprünglich wurde Epona von den Kelten wahrscheinlich als Stute mit Fohlen dargestellt. Ihr Abbild als Stute mit Fohlen verweist darauf, dass sie ausserdem eine Fruchtbarkeitsgöttin war.
(aus: Enzyklopädie der Mythologie von Arthur Cotterell, ISBN 3-89736-300-3)
und: Epona - ("grosse Stute"): kelt. Pferdegöttin und Schutzgöttin der Reiter, sowie Göttin der Fruchtbarkeit (der Gallier).
Dargestellt wird sie im Damensitz zu Pferde oder vor einem oder zwischen mehreren Pfereden stehend - oder auf einem Pferd liegend.
Ihr Attribut (quasi Erkennungsmerkmal, Anm. d. Red.) ist das Füllhorn.
(aus: Knaurs Lexikon der Mythologie von Gerhard J. Bellinger, ISBN 3-8289-4155-9)
Jess meint dazu:
“Bellinger hat diesen Text schätze ich aus lauter alten Schriften und antiker Kunst abgeleitet. Klar, für ein Lexikon musste er sehr
sachlich und nüchtern schreiben, doch ich fragte mich, wie Epona wohl heute aussehen könnte. Heutzutage ist das Pferd ja nicht
mehr hauptsächlich ein Arbeits”gerät”, sondern vielmehr Freizeit- und Sportpartner. Zwar sind immer noch viele Menschen
wirklich weit davon entfernt, mit dem Pferd eine Partnerschaft einzugehen, die auch objektiv gesehen das Pferd nicht benachteiligt;
doch eine Göttin würde wohl am ehesten das tun, was der natur eines Pferdes am nächsten käme, oder? Erstens bräuchte sie wohl kein Zaumzeug um das Tier zu lenken und ein Sattel wäre überflüssig, weil sie sich den Bewegungen so gut anpassen
kann, dass sie dem Pferd auch nicht in den Rücken “plumpst”. Und zweitens würde sie wohl kaum ein Pferd in einer Box oder
einem Stall einsperren - raus und rennen! Ich glaube, eine Pferdegöttin wäre im Wesen und im wesentlichen selbst (wie) ein
Pferd. Nicht so vermenschlicht wie auf alten Darstellungen oder wie es viele Reiter im Kopf sind, die dem Pferd das antun, was sie
für sich selbst gut finden. Die ignorieren die Natur des Pferdes und behaupten auch noch, dass es zum Besten ihres Tieres wäre,
wenn sie es in Einzelhaft sperren, damit sie sich nicht draussen auf dem sowieso sterilen Weidefleckchen durch einen Mückenstich
verletzen können. Ist doch irgendwie pervers, nicht? Ich glaube, die Pferdegöttin hat nur deshalb eine menschliche Gestalt, damit
der Mensch sich rechtfertigen kann, dass er sich auf das Pferd draufsetzt. Was ich selber ja auch gerne tue. Ich wünschte, es
würden mehr Leute die Möglichkeiten haben, so wie wir die Pferde im Offenstall zu halten, sodass sie immer rein und raus können wie sie wollen und rennen oder stehen wie es ihnen gefällt.”
Mehr Götter und Mythologie in Bälde...
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